„Ich bin quasi mit Fasching großgeworden“, sagt Ingo Lenßen. „Als kleiner Bub waren die Rosenmontags-Umzüge in Krefeld immer Pflichtprogramm“, erinnert sich der 61-Jährige, der aus Krefeld stammt, aber seit vielen Jahren am Bodensee wohnt. „Da kam ich mit meinem Bruder immer mit säckeweise Kamellen nach Hause und habe teilweise tagelang nichts anderes gegessen als diese furchtbar klebrigen Kaubonbons“, sagt er lachend.

Bis heute stecke der Rheinländer in ihm, daran hat offenbar auch das Leben in Bodman-Ludwigshafen nichts geändert. Aber mittlerweile, gibt Lenßen zu, lasse er es etwas ruhiger angehen. „Trotzdem wird bei uns in der Familie der Brauchtum auch heute noch gelebt, vor allem durch meine Nichten.“

Ein Rheinländer bei der Fasnacht: Mit Glonki-Orden-Besitzer Ingo Lenßen (Zweiter von rechts) freuen sich der Edelnärrsche Großkomtur ...
Ein Rheinländer bei der Fasnacht: Mit Glonki-Orden-Besitzer Ingo Lenßen (Zweiter von rechts) freuen sich der Edelnärrsche Großkomtur Björn Graf Bernadotte (von links), die Allensbacher Schriftstellerin Gaby Hauptmann und Paradiesvogel-Zunftmeister Kai Lehmann. | Bild: Nikolaj Schutzbach

Egal ob Fasching, Karneval oder Fasnacht – in diesem Jahr fällt das Feiern für den Anwalt aus. „Dieses Jahr stehe ich tatsächlich selbst an Fasching für meine Serie ,Lenßen übernimmt‘ in Berlin vor der Kamera. Da ist leider nicht viel möglich mit Feiern, natürlich auch wegen Corona.“ Aber im nächsten Jahr, hofft der 61-Jährige, werde er sicher wieder bei dem einen oder anderen Umzug vorbeischauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Vielleicht sogar verkleidet, aber nur ein bisschen, denn: „Bei den Kostümen halte ich es getreu dem Motto ,Weniger ist mehr‘“, sagt Lenßen. „Bunter Hut auf den Kopf, Glitzerkrawatte um und den Bart zurechtgemacht, das reicht mir schon. Früher war ich aber natürlich auch mal Pirat und Robin Hood – was kleine Jungs eben so cool finden“, lacht er.