Sie waren bekannt, haben die Politik-, Kultur- und Medienlandschaft geprägt und ihr Tod bewegte in diesem Jahr zahlreiche Menschen – diese Prominenten sind 2020 gestorben:

Chorleiter Gotthilf Fischer (11. Dezember)

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Er war Jahrzehnte lang der Hüter des deutschen Liedgutes. Wo Gotthilf Fischer auftauchte, wurde gesungen. Ob Könner oder Laien, spielte keine Rolle. Am 11. Dezember starb Fischer im Alter von 92 Jahren und „dirigiert die Engel im Himmel“, wie er einmal voller Selbstironie ankündigte.

Fußball-Legende Diego Maradona (25. November)

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Er galt als einer der besten Fußballer der Welt. Mit seiner „Hand Gottes“ und spektakulären Dribblings brachte Diego Maradona die Fans in Wallung. Mehr als einmal sprang er dem Tod von der Schippe. Am 25. November ist der „Goldjunge“ im Alter von 60 Jahren gestorben.

Komiker Karl Dall (23. November)

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Erst Anfang November hatte das deutsche Schauspiel- und Komiker-Urgestein Karl Dall eine neue Rolle übernommen – in der ARD-Serie „Rote Rosen“. Doch er erlitt einen Schlaganfall – und erholte sich davon nicht mehr. Am 23. November starb er im Alter von 79 Jahren.

Star-Friseur Udo Walz (20. November)

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Er war „Berlins regierender Friseurmeister“, ein Liebling der Society. Von Romy Schneider bis Angela Merkel setzten zahlreiche Prominente auf sein Können. Am 20. November ist Star-Friseur Udo Walz an den Folgen eines Diabetesschocks gestorben. Sein Leben war filmreif.

Schauspieler Sean Connery (31. Oktober)

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Für seine Nachfolger war Sean Connery der beste James Bond. Aber er war auch der Vater von Indiana Jones, er war William von Baskerville. Und er war ein Charakterkopf, der für ein unabhängiges Schottland kämpfte – ohne dafür schlechtes Golfwetter in Kauf zu nehmen. Am 31. Oktober ist Connery im Alter von 90 Jahren gestorben, zuhause in Nassau im Kreis seiner Familie.

SPD-Politiker Thomas Oppermann (25. Oktober)

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Thomas Oppermann wollte sich mit der Wahl 2021 aus dem Bundestag zurückziehen. Er freute sich auf die Zeit danach. Der jähe Tod des SPD-Politikers bestürzte nicht nur seine Partei. Der Bundestagsvizepräsident starb am 25. Oktober völlig überraschend im Alter von 66 Jahren.

Musiker Spencer Davis (19. Oktober)

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Mit Songs wie „Keep On Running“, „Somebody Help Me“, „I‘m a Man“ oder „Gimme Some Lovin‘“ feierte die Spencer Davis Group vor allem in den 60er Jahren Welterfolge. Ihr Gründer Spencer Davis starb am 19. Oktober im Alter von 81 Jahren.

Schauspielerin Conchata Ferrell (12. Oktober)

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Ihre Schauspiel-Kollegen Charlie Sheen und Jon Cryer beschreiben sie als „absoluten Schatz“ und „wunderbaren Menschen“ und als Haushälterin Berta in „Two And A Half Men“ begeisterte sie Sitcom-Fans auf der ganzen Welt: Am 12. Oktober starb Schauspielerin Conchata Ferrell im Alter von 77 Jahren.

Satiriker und Journalist Herbert Feuerstein (7. Oktober)

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Als „Prügelknabe“ von Harald Schmidt wurde er zur Kultfigur: Der Kabarettist Herbert Feuerstein brachte TV-Zuschauer zum Lachen – und lachte dabei auch gerne über sich selbst. Der mit der Sendung „Schmidteinander“ bekannt gewordene Satiriker starb am 7. Oktober im Alter von 83 Jahren.

Rockmusiker Eddie van Halen (6. Oktober)

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Mit seiner Gitarre und einer Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal hat Eddie Van Halen die Rockmusik geprägt. Die nach ihm und seinem Bruder benannte Band wurde weltberühmt. Nun trauert die Musikwelt um den legendären Gitarristen, der am 6. Oktober im Alter von 65 Jahren seinem Krebsleiden erlag.

SPD-Politiker Wolfgang Clement (27. September)

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Zuletzt sah man ihm seine Krankheit deutlich an, dennoch kam Wolfgang Clement Ende August noch zu einem Dinner von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Am 27. September starb der ehemalige Landeschef und Bundeswirtschaftsminister im Kreis seiner Familie. Er wurde 80 Jahre alt.

US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg (18. September)

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Sie hat sich als Kämpferin für Frauenrechte einen Namen gemacht und war für ihre markige Argumentationsweise berüchtigt. Viele haben die Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg wie einen Popstar verehrt. Auch mit Kritik an Präsident Trump hat „RBG“ für Aufsehen gesorgt. Am 18. September starb sie mit 87 Jahren nach schwerer Krankheit.

Cartoonist Uli Stein (28. August)

Bild: Holger Hollemann/dpa

Putzige Mäuse, lustige Pinguine. Der Zeichner Uli Stein wurde mit seinen drolligen Tieren berühmt. Unter den Menschen vermutete er viele Idioten, Tiere mochte er daher lieber. Am 28. August ist der Cartoonist mit 73 Jahren gestorben.

Schauspieler Chadwick Boseman (29. August)

Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

Schock und Trauer herrschte in den USA, und weit darüber hinaus: Mit nur 43 Jahren ist Hollywood-Schauspieler Chadwick Boseman am 29. August an Krebs gestorben. Die Comic-Verfilmung „Black Panther“ machte ihn zum Star – und zu einer Heldenfigur insbesondere für Afroamerikaner.

Komiker Fips Asmussen (9. August)

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„Kennen Sie den...?“ Fips Asmussen füllte viele Jahre große Hallen mit seinen Witzen. Er war ein Urgestein des deutschen Nachkriegshumors. Am 9. August ist er mit 82 Jahren gestorben.

Früherer SPD-Chef Hans-Jochen Vogel (26. Juli)

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Im Lauf seiner Karriere hatte Hans-Jochen Vogel viele Ämter inne: Stadtoberhaupt in München und Berlin, Justizminister, SPD-Chef. Über die Parteigrenzen hinweg genoss er hohes Ansehen. Am 26. Juli ist er mit 94 Jahren gestorben.

Komponist und Oscar-Preisträger Ennio Morricone (6. Juli)

Bild: Johannes Eisele / AFP

Bewegend, schwermütig und oft mystisch: Ennio Morricones Filmmusiken wie in „Spiel mir das Lied vom Tod“ und aus „The Mission“ sind Klassiker. Am 6. Juli ist der italienische Kino-Komponist gestorben. Die Kulturwelt trauert.

Schauspieler Tilo Prückner (2. Juli)

Bild: Joerg Carstensen/dpa

Es sind oft die kleinen, aber dennoch auffälligen Rollen, in die Schauspieler Tilo Prückner geschlüpft ist – im Fernsehen ebenso wie auf der Kinoleinwand. Am 2. Juli ist der Mann mit dem Schnauzbart gestorben.

Papst-Bruder Georg Ratzinger (1. Juli)

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Kurz vorher hatte ihn sein Bruder, der emeritierte Papst Benedikt XVI., besucht. Wenig später, am 1. Juli, ist Georg Ratzinger im Alter von 96 Jahren gestorben. Seine Domspatzen sangen für ihn zum Abschied.

Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals (2. Juni)

Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Seine „Polonäse Blankenese„ durfte jahrelang auf keiner Schlagerparty fehlen. Am 2. Juni ist Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals gestorben – auf Gran Canaria, wo er erst kurz zuvor aus Hamburg hingezogen war.

Aktionskünstler Christo (31. Mai)

Bild: Valery Hache/AFP/dpa

Christo verpackte Wahrzeichen auf der ganzen Welt, unter anderem den Reichstag in Berlin. Am 31. Mai ist der Künstler in New York gestorben. Das nächste große Projekt, das er plante, soll dennoch verwirklicht werden.

„King of Queens„-Star Jerry Stiller (11. Mai)

Bild: Prommer/epa/dpa

Als kauziger Schwiegervater Arthur in der US-Sitcom „King of Queens„ wurde Jerry Stiller in Deutschland bekannt. Am 11. Mai ist der Komiker im Alter von 92 Jahren gestorben.

Magier Roy Horn (8. Mai)

Bild: Jörg Carstensen/dpa

Von der Tigerattacke in Las Vegas hatte sich Roy Horn nie richtig erholt. Der grausige Bühnen-Vorfall im Jahr 2003 hatte die Traumkarriere des Magierduos „Siegfried & Roy„ jäh beendet. Am 8. Mai ist Roy Horn mit 75 Jahren infolge von Covid-19 gestorben.

CDU-Sozialpolitiker Norbert Blüm (24. April)

Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Norbert Blüm war einer der letzten Repräsentanten der Bonner Republik. 16 Jahre saß der „Herz-Jesu-Marxist“ mit Helmut Kohl am Kabinettstisch. Dann überwarf er sich mit seinem Förderer und sprach nur noch im Traum mit ihm. Blüm starb am 24. April im Alter von 84 Jahren.

TV-Journalist Ulrich Kienzle (16. April)

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Er hatte einen markanten Schnauzer und markante Ansichten: Der Fernsehjournalist Ulrich Kienzle ist am 16. April gestorben. Millionen kennen ihn aus den 90ern an der Seite von Bodo Hauser in der ZDF-Sendung „Frontal“.

Schauspieler Kirk Douglas (5. Februar)

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Er war eine der letzten Leinwandlegenden aus Hollywoods goldener Ära – mit 103 Jahren ist „Spartacus“-Held Kirk Douglas am 5. Februar gestorben. Die Filmwelt trauerte um einen rebellischen Star.

Basketball-Legende Kobe Bryant (26. Januar)

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Kobe. Nur ein Name reicht, um bei Sportfans weltweit Bilder und Erinnerungen für die Ewigkeit hervorzurufen. Am 26. Januar erschütterte die Nachricht vom Tod des früheren NBA-Stars Kobe Bryant die Sportwelt. Er verunglückte bei einem Hubschrauber-Absturz in Kalifornien tödlich – auch seine 13-jährige Tochter kam dabei ums Leben.

Schauspieler Joseph Hannesschläger (20. Januar)

Bild: Ursula Düren/dpa

Eine der beliebtesten deutschen Fernsehserien hat Anfang des Jahres ihr prominentestes Gesicht verloren: Joseph Hannesschläger, der „Rosenheim-Cop“, verlor am 20. Januar im Alter von 57 Jahren den Kampf gegen den Krebs.

(dpa)