Wer war nicht schon alles als neuer James Bond im Gespräch … Idris Elba (43), der sich für die Rolle eigentlich zu alt fühlt und von den Gerüchten ohnehin schwer genervt ist. Oder Damian Lewis (45), der – obwohl er älter ist als Elba – einem entsprechenden Angebot durchaus nicht abgeneigt wäre. Nicht zu vergessen Tom Hiddleston (35), der jung genug wäre, aber im Moment durch seine Beziehung zu Pop-Star Taylor Swift beschäftigt genug erscheint. Seine Rolle in der Spionage-Serie „The Night-Manager“ wurde dennoch allgemein als Bewerbung für die James-Bond-Nachfolge verstanden. Auch Frauen wurden mittlerweile für die Rolle des britischen Geheimagenten in die Diskussion gebracht – entweder von sich selbst oder von den Fans, wohlgemerkt. Die Produzenten der Reihe äußerten sich zu den Gerüchten bisher nicht.

Ohnehin ist ja noch lange nicht klar, ob die Stelle als filmischer Herzensbrecher überhaupt neu besetzt werden muss. Vielleicht lehnt der bisherige 007-Darsteller Daniel Craig das Angebot von – angeblich – 90 Millionen Euro für einen weiteren Auftritt ja gar nicht ab. Ja ja, er hat in einem Interview auf die Frage, ob er weiterhin Bond spielen wolle, diesen immer wieder gern zitierten Satz gesagt: „Ich zerschlage lieber dieses Glas und schneide mir die Pulsadern auf.“ Aber wer weiß? Vielleicht war er schlecht drauf? Oder möglicherweise wollte er britischen Humor zeigen? So ganz endgültig wollte er sich dann nämlich doch nicht festlegen.

Aber sei‘s drum. Inzwischen ploppen in britischen Boulevardblättern fast täglich neue Namen auf, welcher Schauspieler Daniel Craig (48) – nach seinen vier Einsätzen bei „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“, „Skyfall“ und „Spectre“ – folgen wird. Zuletzt gaben die britischen Wettbüros dem 31 Jahre alten Außenseiter James Norton („Rush – Alles für den Sieg“) die besten Chancen. Wobei sich die Reihenfolge fast täglich ändert.

Der 31-Jährige ist noch unbekannt in Deutschland. Der frühere Theologie-Student überzeugte als Bösewicht in der britischen Thriller-Serie „Happy Valley“ und übernahm eine der drei Hauptrollen in der BBC-Verfilmung von „Krieg und Frieden“. Als Herzensbrecher hat er also Erfahrung. Zumindest seine 91 Jahre alte Großtante Grania sei überrascht von seinem Erfolg, erzählte er dem Boulevardblatt Daily Mail: „Sie saß mir beim Mittagessen gegenüber und schaute mich verblüfft an und meinte: ,Ich verstehe nicht, wie du so gut im Fernsehen ausschauen kannst, weil du normalerweise so farblos bist.‘“

Medienberichten zufolge ist es allerdings so, dass Norton sich nur deshalb so überraschend an die Spitze setzte, weil Konkurrent Aidan Turner (33), der im „Hobbit“ einen der Zwerge spielte, wegen Dreharbeiten angeblich nicht als Bond zur Verfügung stehen könnte – er soll nämlich bald wieder für die BBC-Serie „Poldark“ vor der Kamera stehen. Allerdings ließe sich beides durchaus miteinander vereinbaren, wie bei genauerem Hinsehen deutlich wird. Denn der Jubiläums-Bond – es ist Film Nummer 25 – ist erst für die zweite Hälfte 2018 geplant. Produzentin Barbara Broccoli kann die Entscheidung über den Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten also noch etwas hinauszögern.

Eine ungenannte Quelle verriet dem Massenblatt Sun: „Das gibt ihr die Zeit, das Drehbuch auszuarbeiten und zu versuchen, Daniel Craig davon zu überzeugen, zurückzukommen.“ Das Rennen um den Jubiläums-Bond und die begehrteste Kino-Rolle der Welt scheint also noch völlig offen …

 

Die Bond-Darsteller

Die Abenteuer von Superagent James Bond sind Kinolegende. In mehr als 50 Jahren haben schon sechs Schauspieler offiziell als 007 die Welt gerettet:

  • Sean Connery: „James Bond 007 jagt Dr. No“ (1962), „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963), „Goldfinger“ (1964), „Feuerball“ (1965), „Man lebt nur zweimal“ (1967), „Diamantenfieber“ (1971), „Sag niemals nie“ (1983 – nicht in der offiziellen Reihe der Bond-Filme).
  • George Lazenby: „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969).
  • Roger Moore: „Leben und sterben lassen“ (1973), „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974), „Der Spion, der mich liebte“ (1977), „Moonraker – Streng Geheim“ (1979), „In tödlicher Mission“ (1981), „Octopussy“ (1983), „Im Angesicht des Todes“ (1985).
  • Timothy Dalton: „Der Hauch des Todes“ (1987), „Lizenz zum Töten“ (1989).
  • Pierce Brosnan: „GoldenEye“ (1995), „Der Morgen stirbt nie“ (1997), „Die Welt ist nicht genug“ (1999), „Stirb an einem anderen Tag“ (2002).
  • Daniel Craig: „Casino Royale“ (2006), „Ein Quantum Trost“ (2008), „Skyfall“ (2012), „Spectre“ (2015).


James Norton in Aktion: Ausschnitte seiner Filme im Video