Frau Frier, als Schauspielerin sind Sie viel unterwegs. Da geht das mit dem Kofferpacken schneller als bei anderen, oder?

Ich hasse es zu packen! Wenn ich vor der Rückreise alles wieder einpacken muss, ist das kein Problem. Aber für eine Reise zu packen – damit tue ich mich total schwer.

Sie drehen gerade fürs „Traumschiff“ und sind im Indischen Ozean unterwegs.

Ja, wir überspringen den Winter – zumindest drei Wochen lang. (lacht)

Dürfen Sie denn etwas über Ihre Rolle verraten?

Nein, der Film wird ja erst an Ostern gesendet. Aber was ich vielleicht doch verraten darf: Ich spiele zusammen mit meinem Mann.

Jetzt wollte ich gerade fragen, ob Sie jemanden an Bord dabei haben …

Und meine Mutter und ihr Lebensgefährten kommen auch mit als Begleitung!

Sie haben ja schon mal mit Ihrem Mann gedreht. Ist das für Sie trotzdem etwas Besonderes?

Ja, total! Wir haben zwar schon zusammen gedreht, das stimmt, aber gerade in Verbindung mit so einer Reise ist das etwas ganz Besonderes. Man wird ja nicht abgeholt und zum Drehort gefahren, sondern fliegt um die halbe Welt und geht dann auf ein Schiff. Im Dezember waren wir zusammen in Afrika, jetzt dürfen wir drei Wochen lang durch Thailand und Indien reisen, das ist natürlich Wahnsinn! So ein schönes Angebot bekommt man nur selten.

Aber Ihre erste Kreuzfahrt ist es ja nicht, schließlich waren Sie an Neujahr als Hochzeitsplanerin im „Traumschiff“-Ableger „Kreuzfahrt ins Glück“ zu sehen.

Ja, genau. Und da hatte ich auch die Mama dabei. (lacht)

Sind Sie ein Kreuzfahrt-Typ?

Ja, witzigerweise wollte ich immer schon mal auf Kreuzfahrt gehen, habe es aber doch nie gemacht. Und es ist natürlich toll, dass ich diesen Wunsch jetzt mit der Arbeit verbinden konnte. Das ist innerhalb kurzer Zeit meine zweite Kreuzfahrt – eine dritte brauche ich dann nicht direkt …

Die Rolle der Hochzeitsplanerin übernehmen Sie aber nicht dauerhaft, oder?

Das eine hat mit dem anderen tatsächlich nichts zu tun. Beim „Traumschiff“ spiele ich eine ganz andere Rolle. Aber wer weiß, vielleicht springt Betty Vogt ja mal wieder als Hochzeitsplanerin bei „Kreuzfahrt ins Glück“ ein …

Sind Sie eigentlich jemand, der gern reist?

Ich reise wahnsinnig gerne, aber ich reise gar nicht gern weit. Sagen wir’s mal so: Ich bin gerne schnell am Ziel. Und ich bin auch ein spontaner Typ, ich möchte auch einfach sagen können: „Lass uns einfach zwei Tage irgendwo ans Meer fahren!“ Das ist mir am allerliebsten.

Aktuell kann man Sie immer donnerstags um 20.45 Uhr beim Sender One in der Show „Comedy Cuisine“ sehen. Wie kam das denn zustande?

Ehrlich gesagt habe ich mich über die Anfrage gewundert. Aber ich fand’s auch irgendwie lustig, weil ich wirklich eine ganz ungute Köchin bin. (lacht) Dann hieß es aber, dass es gar nicht darum geht, dass ich koche, sondern um gute Gäste und gute Sprüche. Da bin ich natürlich die richtige Wahl! Es ist tatsächlich so, dass das Essen bei der Sendung nicht im Fokus steht. Natürlich wird gekocht, aber es geht in erster Linie um gute Unterhaltung und um unsere Gäste. Abdelkarim und ich haben in jeder Folge jeweils einen Gast, dem wir in der Küchensituation etwas Persönliches zu entlocken versuchen. Das kennt ja jeder: Man trifft sich mit Freunden, sitzt in der Küche, kocht zusammen, trinkt ein Glas Wein, man quatscht. Und genau so eine locker-lustige Situation soll bei uns entstehen, um Konkurrenz geht es da gar nicht.

Kochen Sie gar nicht oder einfach nur nicht gern?

Gar nicht wäre auch übertrieben. Ich koche schon ab und zu, aber ich koche tatsächlich nicht so gern. Bei mir muss es immer schnell gehen, ich bin nicht so geduldig. Ich brauche schnelle Gerichte, die mich nicht lange aufhalten. Dann lieber eine ehrliche Spaghetti Bolognese.

Aber die Küche als geselligen Raum, das mögen Sie schon?

Ja, auch bei uns zu Hause. Ich liebe das! Wenn ich Besuch habe, bleiben wir immer in der Küche hängen. Das kennt wahrscheinlich jeder: Man hat den Tisch schon gedeckt, aber dann verquatscht man sich in der Küche und denkt irgendwann: Warum bleiben wir nicht gleich hier? In meine Küche passen nur vier Mann, aber ich liebe es, dort zu sitzen.

Man kennt Sie vor allem als Schauspielerin, das Moderieren war neu für Sie. Haben Sie es als Herausforderung empfunden oder ist es Ihnen ganz leicht gefallen?

Tatsächlich habe ich das ein bisschen unterschätzt, jedenfalls habe ich wahnsinnigen Respekt vorm Moderieren. Ich habe vor „Comedy Cuisine“ gedacht, ich bin ja nicht auf den Mund gefallen und bin davon ausgegangen, dass ich da ein bisschen improvisieren kann. Aber das geht natürlich nicht. Als Moderatorin muss ich dem Publikum ja erklären, worum es geht und wie die Regeln sind. Das ist etwas völlig anderes als die Schauspielerei. Wenn ich einen Film drehe, kann ich mich vorbereiten und den Text lernen. Aber als Moderatorin will ich ja locker mit den Leuten reden. Zum Glück hat sich das dann ganz schnell eingespielt und ich kann mir auch vorstellen, weiterhin zu moderieren.

Sie haben in der Show total unterschiedliche Gäste – gibt es da einen Favoriten?

Boah, das ist schwer … Sie waren alle so unterschiedlich. Als ich die Gästeliste bekam, war ich total begeistert. Da standen Leute wie Martin Schneider und Ulla Kock am Brink drauf, also nicht nur Schauspieler, nicht nur Comedians, nicht nur Moderatoren, sondern bunt gemischt. Es gab kein Konzept, was die Gäste angeht. Und das fand ich total spannend. Und alle waren tolle Gäste. Aber die Sendung, in der ich am meisten getanzt und gesungen habe, das war die mit Simon Pearce.

Moderatorin Caroline Frier mit ihrem Gast Simon Pearce in der Show "Comedy Cuisine".
Moderatorin Caroline Frier mit ihrem Gast Simon Pearce in der Show "Comedy Cuisine". | Bild: WDR / Frank Dicks

Was steht 2019 bei Ihnen noch so an?

Ab dem Frühjahr spiele ich die Hauptrolle in einer neuen RTL-Sitcom. Verraten darf ich darüber aber leider noch nichts …

Mit der Karriere geht es jetzt also richtig voran, oder?

Ich weiß, dass ich sehr viel Glück hatte, weil ich wahnsinnig viel arbeiten darf – und das nicht erst seit 2019. In diesem Jahr ist aber tatsächlich neu, dass ich viele verschiedene Sachen machen darf. Moderation ist zum Beispiel etwas Neues für mich – und hey, eine eigene Sitcom! Dafür bin ich sehr dankbar.

Ihre Schwester Annette ist auch Schauspielerin, Ihre Schwester Sabine managt sie beide. Ist die Schauspielerei bei Ihnen ein Familienbetrieb?

Irgendwie schon. (lacht) Das war so natürlich nicht geplant. Aber es ist toll, weil ich von Annette ganz viel lernen kann. Sie ist mir ein paar Jahre voraus in diesem Geschäft, aber wir schauen gegenseitig unsere Sachen an und geben uns Feedback. Und die eigene Schwester lügt einen natürlich nicht an. Ich vertraue den beiden blind.

Ihr Schwestern sind beide älter als Sie – war das Verhältnis zwischen Ihnen immer gut?

Nein, gar nicht, da herrschte Krieg. (lacht) Als Kind war das für mich manchmal anstrengend immer die Kleinste zu sein. Andererseits mussten meine Schwestern immer gegenseitig ihre Klamotten auftragen, worüber sie sich tierisch aufgeregt haben. Da hatte ich Glück, weil ich neun Jahre später kam und neue Klamotten bekommen habe … Aber dass meine Schwestern in die Disco durften und ich nicht, das war für mich furchtbar. Ich habe einfach nicht verstanden, warum ich etwas nicht durfte, sie aber schon. Und meine Schwestern haben sich darüber aufgeregt, weil ich viel mehr durfte als sie in dem Alter. Aber klar, beim dritten Kind sind Eltern halt ein bisschen lockerer.

Eine Familie voller Schauspieler: Annette Frier (von links), ihr Schwager Dirk Borchardt und dessen Frau Caroline Frier – Annettes Schwester.
Eine Familie voller Schauspieler: Annette Frier (von links), ihr Schwager Dirk Borchardt und dessen Frau Caroline Frier – Annettes Schwester. | Bild: Jörg Carstensen / dpa

Und heute ist das alles anders.

Ja, wir sind beste Freundinnen und das schon seit Jahren. Als ich endlich mitgehen durfte in die Disco, da war der Streit vorbei. (lacht)

Sie sind viel auf Instagram unterwegs. Ist das, was Sie dort zeigen, Caroline Frier ungefiltert? Oder achten Sie sehr genau darauf, was Sie zeigen und was nicht?

Beides. Ich versuche, regelmäßig etwas zu posten und die Leute in gewisser Weise an meinem Leben teilhaben zu lassen. Aber ich würde niemals zu persönlich werden. Niemand muss wissen, wo ich wohne, mit wem ich mich abends treffe oder wie lange ich morgens schlafe. Ich will nichts erfinden, sondern einfach zeigen, wer ich bin, mit allem Drum und Dran. Aber ich könnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, eine reinen Fashion-Seite zu haben – das würde mir ja keiner abnehmen!