Sie war eine der weltweit erfolgreichsten TV-Serien aller Zeiten und setzte neue Maßstäbe: die US-Sitcom „Friends“ über sechs schicke, schräge und schlagfertige Mitglieder einer New Yorker Clique. Stars wie Brad Pitt, Julia Roberts und Bruce Willis traten in Gastrollen auf, das Finale sahen 2004 rund 52 Millionen Zuschauer in den USA.

Vor 25 Jahren, am 22. September 1994, lief dort die erste Folge der Sitcom, die Jennifer Aniston zum Weltstar machte und auch den anderen Hauptdarstellern den Weg zu Ruhm und Reichtum ebnete.

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„Wir waren eben in der Position, das Geld zu kriegen“, erinnerte sich Matt LeBlanc Jahre später an die Gage, die er für die Rolle des einfältig-gutmütigen Joey bekam. „Wenn du in der Position bist, das Geld zu bekommen, und es nicht nimmst, bist du bescheuert.“

LeBlanc und seine fünf Kollegen hatten für die finale zehnte Staffel von „Friends“ ein Honorar von einer Million Dollar pro Darsteller und Episode ausgehandelt – damit durchbrachen die Schauspieler eine Schallmauer.

Als die Serie 1994 bei NBC startete, hatten die bis dahin weitgehend unbekannten Schauspieler Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, David Schwimmer, Matthew Perry und Matt LeBlanc noch 20.000 Dollar pro Person und Folge erhalten.

Jennifer Aniston (50) war in der Serie Rachel Green. Das Bild zeigt sie 2019.
Jennifer Aniston (50) war in der Serie Rachel Green. Das Bild zeigt sie 2019. | Bild: David Livingston / AFP
David Schwimmer (52) spielte Dr. Ross Geller. Hier sieht man ihn 2018.
David Schwimmer (52) spielte Dr. Ross Geller. Hier sieht man ihn 2018. | Bild: Alberto E. Rodriguez / AFP

Doch dann wurde die Sitcom über Alltagssorgen und Liebesfrust junger Großstädter zu einem bahnbrechenden Erfolg, der nicht nur die Zuschauermassen anzog – auch Kritiker waren begeistert von turbulenten Storys, pointierten Dialogen und den charmanten Hauptfiguren, die das Lebensgefühl vieler junger Menschen in den 90er-Jahren perfekt auf den Punkt brachten.

Die Schauspieler verstehen sich nach wie vor gut: „Wir sind vielleicht an unterschiedlichen Orten, aber wir sind miteinander verbunden“, schrieb Lisa Kudrow kürzlich auf Instagram.

Courteney Cox (55, hier zu sehen 2019) spielte Monica Geller.
Courteney Cox (55, hier zu sehen 2019) spielte Monica Geller. | Bild: Matt Winkelmeyer / AFP
Matthew Perry (50, hier zu sehen 2017) spielte Chandler Bing.
Matthew Perry (50, hier zu sehen 2017) spielte Chandler Bing. | Bild: Ben Gabbe / AFP

Jennifer Aniston, die sich als chaotisch-liebenswerte Rachel schlussendlich zu ihrem On-Off-Freund Ross (David Schwimmer) bekannte, wurde eine Stilikone, deren charakteristische Frisur weibliche Fans überall auf der Welt haben wollten. Das hatte Auswirkungen auf die Preise, die Firmen zahlen mussten, um Werbung zu buchen: 30 Sekunden in der letzten Folge sollen zwei Millionen Dollar gekostet haben.

Im deutschen Fernsehen startete die Serie 1996, kam jedoch nur schwer in die Gänge: Nachdem zunächst Sat.1 „Friends“ mit mäßigem Erfolg im Programm hatte, kam erst Schwung in die Sache, als ProSieben die Serie am Vorabend und schließlich in der Primetime zeigte.

Matt LeBlanc (52) spielte Joey Tribbiani. Auf dem Foto ist er 2018 zu sehen.
Matt LeBlanc (52) spielte Joey Tribbiani. Auf dem Foto ist er 2018 zu sehen. | Bild: Frederick M. Brown
Lisa Kudrow (56) war in der Serie Phoebe Buffay – das Bild zeigt sie 2019.
Lisa Kudrow (56) war in der Serie Phoebe Buffay – das Bild zeigt sie 2019. | Bild: Alberto E. Rodriguez / AFP

Als dort im Oktober 2005 die letzte Folge von „Friends“ lief, hatte die Mischung aus Sitcom und Seifenoper auch in Deutschland zahlreiche Fans gewonnen, die traurig darüber waren, dass sie künftig ohne ihre TV-Freunde aus New York auskommen mussten.