Sein Song lief in den Radios rauf und runter. In Deutschland erlangte er Gold- und in Australien sogar Platin-Status, im Internet wurde er millionenfach angeklickt. Mittlerweile wird Topic alias Tobias Topic in einem Atemzug mit erfolgreichen DJs wie Felix Jaehn und Robin Schulz genannt. Das Gesicht des 24-Jährigen ist zwar noch ziemlich unbekannt, doch die einprägsame Songzeile „Let Me Come Home To You“ kennt ganz Deutschland.

Alles begann 2008 an einem Gymnasium in Hessen in der zehnten Klasse: Im Rahmen des Musikunterrichts machte der Musiklehrer den damals 16-Jährigen mit der Software Logic Pro vertraut. Sofort war Tobias Feuer und Flamme. Noch am selben Tag baute der gebürtige Solinger seinen ersten Beat, stilistisch angelehnt am eher düsteren Gangster-Rap. Schnell war ihm aber klar, dass er sich nicht nur auf ein Genre festlegen wollte – und so entstanden in den folgenden Jahren viele Pop-, Singer-Songwriter-, Elektro- und House-Produktionen, die der gelernte Industriekaufmann allerdings nicht veröffentlichte. Meistens holte er sich befreundete Musiker und Sänger ins Studio, entwickelte mit ihnen zusammen eine Melodie und begann dann, seine Beats drumherum zu basteln. Und, so Topic, genau diese Freunde und die Arbeit mit ihnen sei das, was ihm wichtig ist: „Ich will eigentlich gar nicht so berühmt sein, ich will, dass meine Musik die Leute erreicht.“

Dass der große Erfolg dann doch ziemlich schnell kam, daran haben sicher auch seine Freundschaft mit und sein Auftritt bei Dagi Bee einen großen Anteil, das gibt Topic auch selbst zu. Die 22-jährige Dagmar Nicole Ochmanczyk aus Düsseldorf, die unter ihrem Künstlernamen seit 2012 einen erfolgreichen YouTube-Kanal betreibt, erzählte seinerzeit ihren Fans – inzwischen hat sie mehr als drei Millionen Abonnenten – von dem genialen neuen Song ihres Kumpels Tobias. Und schon ging der Rummel los, erst im Netz, dann im Radio und schließlich im Fernsehen.

Eingängige, housige EDM, also Electronic Dance Music, Ohrwurm-Material, geladen mit viel Dynamik und Emotionen und gerne akzentuiert mit klassischen Instrumenten – das sind die Zutaten zum Erfolgsrezept des jungen Produzenten. Im November 2016 war Topic neben Mark Forster, Robin Schulz, den Beginners und Max Giesinger als „Best German Act“ für den MTV Europe Music Award nominiert, kurz darauf auch für die 1Live-Krone. „Ich genieße den Erfolg sehr“, sagt der 24-Jährige, der sein Studio immer noch zu Hause hat, wenn auch komplett erneuert und ausgebaut. Mittlerweile ist Topic bei Warner Music unter Vertrag und alle warten sehnsüchtig auf den nächsten Topseller. Dass Tobias Topic bei einer Produktion irgendwann einmal auch seine eigene Stimme mischen wird, ist eher unwahrscheinlich. „Singen ist leider gar nicht mein Ding“, gibt er offen zu. Stattdessen stöbert er lieber weiter in Musikportalen und bei YouTube nach Stimmen, die ihm gefallen. „Ich entscheide nach Gefühl, mit wem ich gerne zusammenarbeiten würde. “ Der gestiegene Bekanntheitsgrad öffnet ihm dabei wohl so manche Türe, wie er sagt, doch „letztendlich ist das auch immer eine Frage des Geldes“. Topic übt sich in Bescheidenheit: Seine bisherigen Videos drehte er mit Freunden, sein Merchandising betreibt er mit seiner Mutter aus der heimischen Küche.

Derzeit nimmt der sympathische DJ vor allem Events und DJ-Sets im Inland und im europäischen Ausland wahr. Nicht wenige sagen ihm eine große Karriere voraus. Trotzdem bleibt Topic auf dem Teppich: „Ich genieße es immer wieder, nach Hause zu kommen und mit meinen Freunden und meiner Familie zusammen zu sein. Das erdet mich.“ Und wenn eines Tages alles schiefgehen sollte, aber auch nur dann, sagt Topic, gebe es ja auch noch einen Plan B: „Dann würde ich eben wieder zurück ins Büro gehen. Aber jetzt lebe ich erst mal meinen Traum!“

Topic: Home feat. Nico Santos (2015):

Topic: Find Youfeat. Jake Reese (2016):

Topic: Break My Habits – feat. Patrik Jean (2017:

Kayef: Wir sein – produziert von Topic:

Liont: #WTF – produziert von Topic: