Herr Keller, wie oft werden Sie auf der Straße als Dr. Alexander Kahnweiler angesprochen?

Oh – fast täglich. (lacht) Von Jahr zu Jahr nimmt das gefühlt immer mehr zu. Die meisten sagen zu mir: „Martin, mein einziger Freund.“ Das ist der Satz, mit dem mich die meisten verbinden. Es sind aber durchweg nette Leute, die ein Selfie oder ein Autogramm mit mir wollen.

Die Serie „Der Bergdoktor“ hat 2008 angefangen. Damals waren Sie auch schon dabei. Haben Sie das Zehnjährige gefeiert?

Das war ja bereits im vergangenen Jahr. Wir haben das intern in Österreich gefeiert – ist aber schon eine Weile her.

„Der Bergdoktor“ hat eine riesige Fangemeinde. Wie sehr pflegen Sie diese?

Das kümmern wir uns sehr darum. Es gibt ja jedes Jahr die Fantage. Dieses Jahr sind diese im Mai und im Oktober. Dann kommen Tausende Fans nach Ellmau oder Söll, wo „Der Bergdoktor“ auch gedreht wird.

Eine Szene aus "Der Bergdoktor": Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller, von links), Dr. Vera Fendrich (Rebecca Immanuel) und Dr. Martin Gruber (Hans Sigl) besprechen die Befunde ihrer Patienten.
Eine Szene aus "Der Bergdoktor": Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller, von links), Dr. Vera Fendrich (Rebecca Immanuel) und Dr. Martin Gruber (Hans Sigl) besprechen die Befunde ihrer Patienten. | Bild: ZDF/ Bernd Schuller

In der Serie nennen Sie Martin Gruber Ihren einzigen Freund. Sind Sie auch privat befreundet?

Auf jeden Fall. Hans Sigl ist ein wirklich herzlicher und bodenständiger Mensch. Leider haben wir viel zu wenig Zeit, um uns öfter zu sehen.

Entdeckt wurden Sie 1989 von Rudi Carrell, bei dem Sie mit einer Dean-Martin-Nummer aufgetreten sind. Singen Sie immer noch?

Aber natürlich. Ich liebe es und es macht mir einfach unglaublich Spaß. Das Singen ist meine Leidenschaft.

Vor einigen Jahren sagten Sie, dass Sie an einem Album arbeiten. Wie weit sind Sie?

Wir sind nach wie vor dran. Mittlerweile sind tatsächlich alle Songs eingesungen. Momentan finden die letzten Detailarbeiten statt. Ich hoffe, dass das Album bis Ende des Jahres fertig sein wird.

Sie sind in Überlingen geboren und aufgewachsen und leben mit Ihrer Familie immer noch hier. Was hält Sie am Bodensee?

Der See und meine Familie. Wenn ich hier bin, mache ich ja sehr viel mit meinen Söhnen. Ich bin aber auch ab und zu in Köln, weil ich da noch ein Studio habe – wobei ich, so oft es geht, am Bodensee bin.

Was schätzen Sie an der Region?

Es ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen. Ich bleibe für immer ein Überlinger und Überlingen gehört einfach zu mir.

Wenn Sie am Bodensee sind, sieht man Sie häufig mit Ihren Söhnen Aaron und Joshua. Wie gut verstehen Sie sich?

Außerordentlich gut natürlich. Wir haben ein ganz spezielles Verhältnis. Wir haben einfach sehr viele ähnliche Interessen wie Sport, Musik und Gesundheit. Wir haben sogar alle die gleiche Schuhgröße. (lacht)

Wie sehr suchen Ihre Söhne dabei den väterlichen Rat?

Eigentlich überhaupt nicht, auch wenn sie ihn dennoch regelmäßig bekommen. (lacht)

Welche Projekte stehen bei Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten an?

Am 19. Februar gehen bereits wieder die Dreharbeiten zum Winter-Special des „Bergdoktors“ los. Davor bin ich noch bei der Berlinale. Ansonsten gilt meine volle Konzentration in diesem Jahr der Musik. Da stehen einige Videodrehs an. Dann werde ich sicherlich auch wieder viel im Studio Tinseltown in Köln sein.

SÜDKURIER-Mitarbeiter Reiner Jäckle (links) hat Schauspieler Mark Keller in Überlingen getroffen.
SÜDKURIER-Mitarbeiter Reiner Jäckle (links) hat Schauspieler Mark Keller in Überlingen getroffen. | Bild: Aaron Keller