So viel ist sicher: „After Passion“ hat alles, was ein Film haben muss, um (weibliches) Publikum ins Kino zu locken. Herz, Schmerz, Erotik – es waren keine hellseherischen Fähigkeiten vonnöten, um beim Kinostart zu erahnen, dass hier eine Erfolgsreihe ihren Anfang nimmt. Und tatsächlich: Die Verfilmung von Anna Todds Roman hat es an die Spitze der deutschen Kino-Charts geschafft.

Das hat der Film in erster Linie der (zwar vorhersehbaren, aber durchaus fesselnden) Geschichte um eine unschuldige Studentin, einen tätowierten bösen Buben und ihre komplizierte Liebe zu verdanken – aber auch den Hauptdarstellern.

Das sind die Stars des Films

Josephine Langford, 21 Jahre alte Australierin, spielt Tessa Young. Die Schauspielerin – die Schwester von Katherine Langford, bekannt durch die Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ – steht ganz am Anfang ihrer Karriere. Und besser könnte der Start kaum sein.

So fühlt es sich an, ein Star zu sein: Josephine Langford gibt Autogramme.
So fühlt es sich an, ein Star zu sein: Josephine Langford gibt Autogramme. | Bild: Chris Delmas / AFP

Hero Fiennes-Tiffin ist genauso alt wie Langford, aber schon tiefer drin im Filmgeschäft – nicht nur, weil er mit Joseph und Ralph Fiennes zwei ziemlich bekannte Onkel hat. Der Engländer war in „Harry Potter und der Halbblutprinz“ als der kindliche Tom Riddle zu sehen, in „After Passion“ spielt er die männliche Hauptrolle: Hardin Scott. Er modelt nebenher und freut sich auf Instagram über 1,3 Millionen Abonnenten (bei Langford sind es noch keine 900.000).

Langford und Fiennes-Tiffin sind zwei grundsympathische junge Leute, denen man ansieht, dass ihnen der Rummel nicht so ganz geheuer ist – zum Beispiel der um die Sexszenen im Film. „Wir hatten das Glück, dass wir uns kennenlernen konnten, bevor wir die Szenen gedreht haben“, sagt Langford, die eigentlich für eine Nebenrolle vorgesprochen hatte. Intime Szenen zu drehen, sei „nicht so glamourös, wie sich das viele vorstellen“, so ihr Kollege.

Der Erfolg birgt ein Risiko

Das klingt entspannt – aber eine Gefahr droht den beiden Jungschauspielern. Denn wenn schon der erste große Film ein Erfolg wird, könnte es ihnen gehen wie so vielen anderen vor ihnen: Man wird in Josephine Langford immer Tessa Young sehen und in Hero Fiennes-Tiffin immer Hardin Scott. Nicht nur die „Twilight“-Stars Kristen Stewart und Robert Pattinson wissen, wie schwer es sein kann, in einer Spirale aus Erwartungsdruck und Festlegung auf eine Rolle gefangen zu sein.

Die beiden machte diese Verbundenheit eine Zeit lang zum Liebespaar – auch Langford und Fiennes-Tiffin wird schon eine Liebelei angedichtet, die sie bislang nicht glaubhaft entkräften konnten (oder wollten). Man wird sehen, wie es weitergeht – denn nach dem einen Film ist definitiv nicht Schluss.

Der offizielle „After Passion“ Trailer