Herr Lück, Sie werden in Überlingen direkt am Bodenseeufer auftreten. Haben Sie Ihre Badehose im Gepäck?

Auf jeden Fall. Auch wenn ich nur einen Tag in Überlingen sein kann, werde ich die Gelegenheit nutzen, um ins Wasser zu springen.

Wie gut kennen Sie Überlingen und den Bodensee?

Ich war tatsächlich schon öfter in Überlingen und habe dort Freunde besucht. Insofern kenne ich mich etwas aus. Den Bodensee kenne ich von allen Seiten. Das ist das Schöne, wenn man mal aus den TV-Studios rauskommt und unter die Leute und auf die Bühnen geht.

Sie sind mit Ihrem neuen Programm „Sehr erfreut! Die Comedy-Tour“ unterwegs. Was erwartet die Besucher?

Es ist ein ganz privates Programm. Nach all dem, was ich erlebt habe, habe ich mich gefragt, ob es überhaupt noch etwas gibt, über das man reden kann. Und ich habe tatsächlich noch jede Menge Juwelen gefunden.

Wie viel Stand-up ist an dem Abend zu erwarten?

Ach, manches werde ich im Stehen und manches im Sitzen am Tisch sprechen (lacht). Es ist natürlich Stand-up dabei, aber eben auch Comedy, Kabarett und einige sehr private Stories.

Sie sind unter anderem Komiker, Schauspieler, Moderator, Regisseur und seit vergangenem Jahr auch Tänzer. Als was sehen Sie sich selbst am liebsten?

Ich bin seit 40 Jahren im Theater oder in theaterverwandten Formen tätig. Ich bin froh, dass ich so vielfältig im Einsatz bin, von Theater über Fernsehen, Serien bis zu Shows.

Sind Sie die berühmte eierlegende Wollmilchsau?

(lacht) Mein Hausarzt Eckart von Hirschhausen hat mal gesagt, dass es das früher zwar noch nicht gab, aber heute würde ich als Jugendlicher die Diagnose ADHS erhalten. Ich bin einfach nur froh, dass ich in so vielen unterschiedlichen Bereichen unterwegs bin.

Vergangenes Jahr überraschten Sie mit dem Sieg bei „Let‘s Dance“. Was war dabei für Sie die größte Herausforderung?

Ich habe drei Monate lang jeden Tag acht Stunden getanzt. Das war für mich eine riesige Kompetenzerweiterung. Bis dahin war ich eigentlich der bessere Sänger als Tänzer.

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Sie waren weltweit der älteste Sieger überhaupt. Hat sich danach etwas geändert?

Ich habe interessante Einladungen bekommen, zum Beispiel aus Argentinien und Brasilien zu deren Let‘s-Dance-Formaten.

Was macht Ihnen mehr Spaß: live auf der Bühne zu stehen oder vor Fernsehkameras?

Es ist beides interessant. Allerdings liebe ich es, wenn ich auf der Bühne stehe und den direkten Kontakt zum Publikum habe.

Schon früh wurde klar, dass Sie auf die Bühne wollen. Stimmt es allerdings, dass Sie ursprünglich Musiker werden wollten?

Das ist richtig. Ich habe Cello gelernt und eine klassische Gitarren-Ausbildung genossen. Wenn ich noch so etwas wie ein Hobby haben kann, dann ist das bis heute Gitarre spielen. Ich liebe es, in meiner Freizeit Bach-Etüden zu spielen.

Und Sie haben tatsächlich eine gemeinsame Vergangenheit mit Hape Kerkeling?

Auch das stimmt. Wir waren Anfang der 1980er Jahre als Nachwuchstalente in Köln. Dort gab es Stück, das auf allen Positionen, auch hinter den Kulissen, mit Nachwuchskräften besetzt war. Das war ein Ausbildungsprojekt. Dabei bin ich zusammen mit Hans-Peter aufgetreten. Danach bekamen wir verschiedene Angebote vom Fernsehen. Mich zog es als Moderator zur ARD und zu „Formel Eins“.

Sie engagieren sich auch sozial und sind Schirmherr der kleinen Stiftung Augenblicke, die sich für behinderte Kinder einsetzt. Wie wichtig sind Ihnen solche Engagements?

Mir ist das sehr wichtig, Und das Ganze ist mit sehr viel Freude verbunden. Ich habe für mein soziales Engagement ja auch schon eine Medaille erhalten. Es ist schön, helfen zu können.

Wie sieht die Hilfe aus?

Meine Aufgabe ist es, Geld für die Stiftung zu sammeln, um den Kindern etwas zu ermöglichen wie Treppenlift oder Rollstuhl. Manchmal engagiere ich mich und es kommen ein paar Hundert Euro raus und manchmal komme ich aus seiner Quizsendung und habe mehrere Tausend Euro erspielt. Das ist ganz verschieden.

Fragen: Reiner Jäckle

Am Mittwoch, 24. Juli, gastiert Ingolf Lück um 20 Uhr im Überlinger Kursaal.

 

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