Wenn man die Schmachtfetzen hört, die Lewis Capaldi zum Star gemacht haben, ist man versucht zu denken, dass dieser junge Mann vermutlich ein sehr, sehr trauriges Leben führt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Auf Instagram zeigt der erst 23 Jahre alte Schotte, dass er nicht nur eine Wahnsinnsstimme, sondern auch einen Wahnsinnshumor hat. Der äußert sich vor allem darin, dass die selbst ernannte „schottische Beyoncé“ keine Hemmungen hat, sich selbst auf den Arm zu nehmen. 

Wenn ihn zum Beispiel der britische Musiker Noel Gallagher äußerlich mit dem haarigen Star-Wars-Charakter Chewbacca vergleicht (und das nicht positiv meint), kommt Capaldi beim nächsten Konzert einfach mit entsprechender Maske auf die Bühne. Vermutlich ist sich der Musiker darüber im Klaren, dass er rein optisch eher so der unauffällige Durchschnittstyp ist. Dass er Musiker werden will, das war dem Mann, der die Haare früher schon mal deutlich länger trug, aber spätestens mit zwölf Jahren klar: Da trat er bereits mit seiner Gitarre in Pubs auf. 

Sein Song „Bruises“ verschaffte Capaldi 2017 dank des riesigen Erfolgs beim Streamingdienst Spotify einen Plattenvertrag. Die Single „Someone You Loved“ (im November 2018 veröffentlicht) hat es in Großbritannien und den USA auf Platz eins der Charts gebracht: für Capaldi jedes Mal ein guter Grund, der Internetgemeinde – 4,1 Millionen Fans hat er auf Instagram – ein weiteres witziges Foto zu schenken. 

Bei so viel Spaßmacherei weiß man oft gar nicht, was Capaldi ernst meint. Die erfolglose Partnersuche auf Tinder? Die Kritik an seinen Eltern, die nun angeblich Miete von ihm verlangen? Zu den gesicherten Fakten gehört, dass er Fan von Rapper Kendrick Lamar ist – und dass er über Ecken mit dem aus „Doctor Who“ bekannten Schauspieler Peter Capaldi verwandt ist. Dem Erfolg tut das keinen Abbruch: Capaldis Deutschland-Konzerte im kommenden Jahr sind (bis auf Berlin) ausverkauft.  

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