Am Samstag (20.8., 20.15 Uhr) zeigt RTL die Show «40 Jahre Supernasen - mit Mike Krüger & Thomas Gottschalk». Gefeiert wird die vierteilige «Supernasen»-Kinokomödienreihe, die 1982 mit dem Film «Piratensender Powerplay» begann. Thomas Gottschalk und Mike Krüger stellen sich anlässlich des Jubiläums ein paar Fragen der dpa zu ihren Komiker- und Komödienvorlieben.

Frage: 1982 stand die Welt am Rande eines Atomkriegs und Waldsterben war Dauerthema. Dennoch haben Sie wundervolle, unbeschwerte Gute-Laune-Filme gedreht. Warum gelingt das Filmemachern heute nicht mehr?

Antwort Mike Krüger: Ich denke, es gibt auch heute Gute-Laune-Filme, zum Beispiel «Fack ju Göthe» oder «Das perfekte Geheimnis». Aber bei Filmen geht es ja auch immer um Fördergelder und da bekommt man als Autor heute leider eher für ernste Themen Zuschüsse als für Komödien.

Antwort Thomas Gottschalk: «Wundervoll», «unbeschwert» - es hat 40 Jahre gedauert, bis die Medien sich zu einer solchen Beurteilung unseres Schaffens herabgelassen haben. Unbeschwert trifft es ziemlich genau. Wir versuchen es heute noch zu sein, damals war es leichter.

Frage: Welche Komödie ist Ihre persönliche Lieblingskomödie?

Antwort Krüger: «Besser geht's nicht» mit Helen Hunt und Jack Nicholson.

Antwort Gottschalk: «Manche Mögen's heiß». Da merkt auch jedes Kind, dass es sich bei Jack Lemmon und Tony Curtis um zwei Männer in Frauenklamotten handelt. Wir sind sicher keine besseren Schauspieler als die beiden, aber wir waren immerhin in ihren Stöckel-Schuhen unterwegs.

Frage: Haben Sie einen (internationalen) Lieblingskomiker und wenn ja, wen und warum?

Antwort Krüger: Steve Martin. Ein toller Schau- und Banjo-Spieler. «Tote tragen keine Karos», «Vater der Braut» und «Drei Amigos» waren absolute Spitze. Im Moment bei Disney+ in der Serie «Only Murders in the Building» zu sehen. Mein deutscher Lieblingskomiker Olli Dittrich (Dittsche) würde sagen «Welt»!

Antwort Gottschalk: Louis de Funès.

Frage:Glauben Sie, dass es heute noch einen Titel wie «Die Supernasen» geben könnte oder würde das als Bodyshaming kritisiert?

Antwort Krüger: Heute müsste der Film wahrscheinlich «Detektiv*innen mit überdimensionalen Riechorganen» heißen.

Antwort Gottschalk: Wenn wir «Bodyshaming» ernst nehmen würden, dürfte Mike das Haus nicht verlassen!

Thomas Gottschalk (72) ist als Radio- und Fernsehmoderator bekannt geworden. Die Samstagabendshow «Wetten, dass..?» ab 1987 machte ihn zu einer Fernsehlegende in den deutschsprachigen Ländern. Früher versuchte er sich auch fürs Kino, darunter die «Supernasen»-Reihe, die «Zärtliche Chaoten»-Filme oder «Eine Frau namens Harry».

Mike Krüger (70) ist als Komiker und Sänger («Der Nippel») bekannt geworden. Die Samstagabendshow «Vier gegen Willi» in den 80ern und später ein Platz bei Rudi Carrells Freitagabendshow «7 Tage, 7 Köpfe» machten ihn zum TV-Star. Im Kino war er mit der «Supernasen»-Reihe zu sehen oder als schwangerer Mann im Film «Seitenstechen».