14. Juli

Die Chroniken nähern sich ihrem Ende. Doch Corona ist noch lange nicht vorbei.
Einigen ist das bewusst, andere reden schon von „(...)als noch Corona war“.

Vielleicht erinnert ihr euch, an eine der letzten Folgen. Ich habe ich euch von meinen Erfahrungen in der Innenstadt berichtet. Von Hechtsprüngen ins Gebüsch, unfähigen Maskenträgern und langen Staus an der Grenze.

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Die Meinungen über die Öffnung der Grenze und über die Lockerungsübungen der Politik gehen stark auseinander. Trotzdem scheint sich die Mehrheit endlich wieder eine Normalität zu wünschen.

Und ich muss dazu sagen: Ich auch.

Bild: Samira Matschinsky

Ich empfinde es als ein kleines Opfer, zwei Mal die Woche für zehn Minuten zum Einkaufen einen Mundschutz aufzusetzen. Anders war das, als ich vor zwei Wochen von Heidelberg nach Konstanz zurück reiste. Mit der Bahn. Viereinhalb Stunden, habe ich den Mundschutz beinahe ohne Unterbrechung getragen. Irgendwann vergisst man, wie einfach atmen sein kann.

Bild: Samira Matschinsky

Aber auch das kann ich tun. Was ich mich dabei nur manchmal frage... warum passieren diese Dinge?

Meine Mitbewohnerin arbeitet in einem Pub. Letzte Woche ein Anruf vom Gesundheitsamt. „Vor vier Tage hatten sie einen Gast, ...“

Das Nächste, was ich weiß: die gesamte WG in Quarantäne.

Bild: Samira Matschinsky

Jule hat an besagtem Tag, zusammen mit drei anderen, vorschriftsgemäß mit Mund-Nasen-Schutz, gearbeitet. Ob sie Kontakt zu dem Gast hatte? Keine Ahnung. Vielleicht maximal 5 Minuten.

Ich darf nicht mehr arbeiten gehen, Berni bangt um ihre Präsenzprüfungen und darf ihren Arzttermin am nächsten Tag absagen und die Jungs... die sind eh immer hier.

Hätte der Freund meiner Mitbewohnerin eine schwere Grippe gehabt, hätte das niemanden in unserer Umgebung interessiert. Dass wir Jule in den Tagen vor dem Anruf ohnehin nur einmal kurz zu Gesicht bekommen haben (“Hallo! Wie geht´s? Tschüssi, muss los!“), macht das Ganze umso ironischer.

Letztlich ist das Testergebnis zwei Tage später negativ und alles läuft weiter wie zuvor.

Dennoch merken wir plötzlich, wie schnell sich immer noch alles ändern kann.

Corona ist aus unseren Leben nicht mehr wegzudenken. Viele von uns machen den Fehler zu glauben, man könne diesen Virus verschwinden lassen, aber Corona erschließt sich mir eher als der fiese, zweieiige Zwilling der Grippe, den wir lernen müssen zu handhaben und vor dem wir die Schwächeren in unserer Gruppe schützen müssen.

Bild: Samira Matschinsky

Also haltet durch! Auch wenn es manchmal scheint, als wolle das Leben uns alle veralbern...

30. Juni

Das Leben geht weiter. Morgen bin ich wieder um ein Jahr älter.

In diesem Jahr hatte ich das Gefühl, dieser Tag würde schlicht nie kommen. Als im März alles aus den Fugen geriet, begann das Leben in den folgenden Monaten, wie in Zeitlupe abzulaufen. Wie in diesen dreißig Sekunden nach der Explosion, in denen der Held deines Lieblings-Actionfilms zwischen Trümmern und Feuer in der Luft hängt und du alles kommen siehst, aber nichts sich entscheidet. Wird der große Trümmerbrocken, der sich von rechts nähert, ihn treffen und tödlich verwunden, oder wird, wie durch ein Wunder, kein einziges Explosionsgeschoss unseren Helden treffen?

Werden wir jemals in unser normales Leben zurückkehren können? Werde ich noch einen Job haben? Wird meine asthmatische, kleine Schwester ihre Zukunft erleben? Gibt es den kleinen Laden nebenan in drei Monaten noch?

Doch der Tag der Grenzöffnung kam. Die Leute kehrten in die Konstanzer Innenstadt zurück. Die Restaurants und Bars füllen sich wieder. Das kleine Geschäft für Naturkosmetik existiert nach wie vor und morgen ist der Tag, an dem ich 23 Jahre alt werde.

Ich bin froh darüber, dass wir in der Lage sind, Stück für Stück wieder in eine Normalität zurückzukehren. Nur der verblassenden Solidaritätswelle, die mit Corona aufkam und sich jetzt langsam zu erschöpfen scheint, trauere ich nach.

Die ältere Dame, die im Supermarkt unter ihrer Maske sichtlich schwer Luft bekommt, wird von einer Frau mittleren Alters im Gang beiseite gedrängt. Sie trägt ihren Mund-Nasen-Schutz unter der Nase und scheint von Mindestabständen noch nie etwas gehört zu haben. Draußen läuft eine Gruppe von fünf Teenie-Mädels in den McDonalds und keinen scheint zu interessieren, dass keine von ihnen eine Maske trägt. Zu meiner Rechten fährt ein Bus vor. Etwa die Hälfte der Fahrgäste trägt entweder gar keinen Mundschutz oder verwenden ihn als Halsschmuck. Auf dem Bürgersteig gibt man mir keine Chance, Abstand zu halten. Eine Gruppen von vier Personen läuft nebeneinander her und ich kann entweder auf die Straße oder in den Busch ausweichen.

Als junger, gesunder Mensch muss ich mir um meine eigene Gesundheit keine Gedanken machen, aber es besorgt mich, dass meine Mitmenschen nur noch so wenig Rücksicht aufeinander zeigen.

26. Juni

It´s Gin O´Clock Baby!

Endlich habe ich ihn wieder, meinen Botanist Gin. Und natürlich meinen Biomakrt, meinen DM und den kleinen Markt auf dem Stephansplatz.

Wochenlang die vergebliche Suche nach Roggenmehl für unser WG Haustier, Bio-Lebensmittel haben tiefe Löcher in mein Budget gegraben und der Weinhandel von nebenan nimmt unsere Bestellung inzwischen sogar auf Rechnung an.

Donnerstag ist Weintag. Trotz der Grenzöffnung am Montag, gehen wir auch diesen Donnerstag zum Weinhändler unseres Vertrauens, unter dem Gasthaus am Bärenplatz.

Noch am selben Tag sind zwei Flaschen Wein und 50 Franken wieder Geschichte.

Also am Samstag auf die Reichenau.

... stimmt. Da war ja was. Wir sind nicht die Einzigen, die jetzt wieder Einkaufstourismus betreiben dürfen.

Der rege Alkoholexport unserer WG nimmt mit den offenen Grenzen wieder fahrt auf. Zu dritt fahren wir eine Kiste Wein, einen Kasten gutes deutsches Bier, zwei Flaschen Rum und eine Flasche Gin über die Grenze. Die Kiste Wein kostet uns in etwa unsere wöchentlichen zwei Flaschen beim schweizer Weinkeller.

Doch schon am nächsten Donnerstag plagt uns wieder die Sehnsucht und Jan stattet der Grottoria, den seit Corona, wöchentlichen Besuch ab.

Glücklich genießen wir unseren liebsten Riesling und die Empfehlung der Woche, beim Grillen auf der Terrasse.

Endlich wieder Spearribbs, sagen die zufriedenen Gesichter der anwesenden Y-Chromosomen-Träger.

Unsere neu entwickelten Schweizer Einkaufsgewohnheiten und die alten Muster ergänzen sich scheinbar ganz prima. Wir unterstützen also weiterhin die lokale (Wein)Wirtschaft, trotz offener Grenzen.

16. Juni

Heute um Mitternacht öffneten sich die Grenzen. Noch kann ich keine wirklichen Unterschiede ausmachen, nun... doch: Die Ursache meiner Schweißausbrüche ist nunmehr nur noch der kleinen Hügel am Fahrradzoll, den ich mit dem Fahrrad hinauf strample. Der 10er Pack Eier und der Becher Sojajoghurt scheinen plötzlich nur noch die Hälfte zu wiegen.

Doch den Bericht zu den Auswirkungen der Grenzöffnung auf unser Studentenleben, will ich mir für die nächsten Woche aufsparen.

Heute habe ich eine etwas andere Geschichte für euch.

Wie sagt Jan immer so schön? Keine Hose, kein Problem.

Und ganz nach diesem Motto lebt unsere WG in Zeiten des Home Office. Beim Frühstück ist diese Art der textilen Bedeckung ein rarer Anblick.

Im Schlafshirt und mit mikroskopisch kleinen Augen, schlurfe ich des Morgens in die Küche und taste blind nach dem Kaffeepulver. Das Röcheln und Gurgeln auf drei Uhr verrät mir, dass das Suchtmittel meiner Wahl bereits durch den Filter aus braunem Recyclingpapier tröpfelt.

Meine Füße finden routiniert ihren Weg durch den Flur Richtung Badezimmer und -- sch*****!@%&!?‘# !!! Wer zur Hölle hat den Wandschrank aufgelassen?

Das gibt eine ordentliche Beule und... war da nicht noch irgendwas?

Da fällt es mir siedend heiß wieder ein: Der SWR kommt heute!

Meine Notiz am Kühlschrank lautet: Donnerstag ab 9:00 Uhr bitte Hosen tragen. Ich sollte morgens wirklich mal die Augen richtig aufmachen. Nicht nur wegen eventueller Hindernisse im Flur.

Jetzt aber schnell duschen!

Während das dampfende Wasser mich langsam wieder etwas entspannt, kehre ich in Gedanken zu dem Tag vor fast einer Woche zurück, an dem die Email von Alice in mein Postfach flatterte.

Eine Reporterin vom SWR, Alice, war im Laufe ihrer Recherche auf die Corona-Chroniken gestoßen und bat mich, anlässlich eines Beitrags zum Tag des Tagebuches, um Rückruf. Kurze Zeit später stürmte ich in die Küche und fragte meine überrumpelten Mitbewohner, was sie davon hielten, wenn das Fernsehen nächste Woche zu uns in die WG käme.
Mein Mitbewohner Jan blickte mich mit unglücklich gerunzelter Stirn an: „Muss ich mir dann ein Hose anziehen?“.

Nachdem der erste kollektive Lachanfall des Tages überstanden war, stellte sich heraus, dass grundsätzlich keiner was dagegen hatte. Allerdings mussten auch erst einmal ein paar Grundsatzfragen geklärt werden.

„Dürfen wir den Kameraleuten Cookies zum Kaffee anbieten?“

„Kann ich denen unseren Baum im Wohnzimmer zeigen?“

„Bekommt Freitag einen Gastauftritt?“

„Kann ich auch einfach schlafen bis die wieder weg sind? Ich will keine Hose anziehen.“

Oh-oh....

Am Drehtag dann geht aber alles gut. Jule schläft einfach durch, Jan füttert keine Cookies an das Kamerateam, Freitag der Sauerteig blubbert zufrieden in seinem Kühlschrank vor sich hin. Und ich? Ich bringe es tatsächlich fertig zu zeichnen, während gleich zwei Kameras mit über die Schulter schauen.

Die Chroniken sind also wieder ein Stück gewachsen und ich durfte dank dieser absurden Krise eine einzigartige Erfahrung machen.

Lockerungsübungen 2020

11. Juni

Am Montag öffnet sich die Schweizer Grenze wieder für die Schweizer und den Einkaufstourismus.

Nach den Zäunen fühlt es sich schon jetzt nicht mehr so an, als wären wir in Kreuzlingen der abgetrennte Arm von Konstanz. Aber das Einkaufen hinter der Grenze ist bis Montag offiziell noch immer nicht erlaubt. Also was tun, wenn einem als Student in der Schweiz das Geld für die Lebensmittel ausgeht?

Kinderwagen habe ich als exzellentes Versteck für kleinere Warenmengen ausgemacht. Ich meine, wer schaut schon zwischen Windeln und Feuchttüchern, nach einem Dreierpack Zahncreme?

Und unter die Decke zu schauen, traut sich bei Mamas wachsamen Blick ohnehin keiner außer Oma.

Was haltet ihr von einer neuen Bauchtaschenmode? Ein fließendes, langes Kleid darüber und keiner fragt mehr nach, was man tatsächlich vor sich her trägt.

Für den fitnessbewussten Mann ist der Beerbag ein vorstellbares Modell. Bei vielen hat sich in der Zeit geschlossener Fitnessstudios der Bierbauch etabliert. Ist man den erst mal los, bietet sich extra Platz für den Transport kleinerer Einkäufe an.

Und wer kann einem schon nachweisen, wie viel Holz man wirklich vor der Hütte hat? Im Club ist der BH auch schon Handtaschen-Ersatz. In Kombination mit einer Babybelly-Tasche und dem Kinderwagen bekommt man schon fast den Wocheneinkauf nach Hause, ohne dass jemand Verdacht schöpft.

9. Juni

Beinahe drei Monate ohne Fitnessstudios, und so manch einem wird dieses Gefühl bekannt sein:

Besonders mein Freund leidet nach wie vor unter den übrigen Pfunden seines USA-Auslandssemesters, und seit die Studios Anfang letzter Woche in Stuttgart ihre Pforten wieder geöffnet haben, wohnt er praktisch zwischen Biceps-Curl and Triceps-Extension-Geräten.

Ich muss sagen, mir fällt es schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, den weichen Kuschelbauch gegen das freigelegte Sixpack einzutauschen.

28. Mai

Bei Nacht und Nebel

Donnerstagabend. Um 22 Uhr steigen wir in das vollständig beladene Auto. Mein Freund, Ich und Freitag der Dritte. Die Scheinwerfer durchschneiden die frische Dunkelheit der lauen Sommernacht und der spritzig orangene Fiat 500 L rollt gemächlich auf die Autobahn Richtung Singen.

Diverse Blitzerfallen und Baustellen später, erreichen wir den Autobahnzoll Konstanz-Kreuzlingen…

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Stunden zuvor in Stuttgart.

„Und dein Nachname? Wie schriebt man den noch mal?“

Beide sitzen wir vor der Absichtserklärung der Zollbehörden, die jungen Paaren wie uns neuerdings abverlangt wird. Die verwirrenden Informationen, die man online finden kann, deuten darauf hin, dass wir mithilfe dieses Zettels problemlos gemeinsam über die Grenze fahren können. Dennoch. Nach der verwirrenden Grenzsituation der letzten Wochen traue ich der neuen Freiheit nicht. Schließlich hieß es schon einmal, man dürfe jetzt wieder.

In meinem Misstrauen, dass wir tatsächlich nicht einfach so über den Zoll gurken können, tüftle ich gedanklich ein paar Notfallpläne aus. Meine WG kundschaftet die Lage vor Ort für uns aus.

Es gibt drei Wege an der deutsch-schweizer Grenze vorbei.

Der erste, der uns in den Sinn kommt ist der Luftweg.
Geschützt durch die Dunkelheit der Nacht, entsteht die Mission „Hoch hinaus“.

Hoffentlich hat mein Liebster keine Höhenangst…

Alternativ kann (M)an(n) natürlich auch den Landweg wählen. Nachts um zwölf im Seepark:

Ich taufe sie Mission „Maulwurf“.

Wenn man sich die Hände nicht schmutzig machen will, bleibt noch der erfrischende Sprung ins kalte Wasser.

Diese Mission endet vermutlich in der Mission „Männerschnupfen“.

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Zurück am Autobahnzoll.

Mit klammen Fingern halte ich die zusammengestellten Dokumente bereit: Reisepässe, Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitsvertrag, Absichtserklärung und was sonst noch an Zetteln aufzutreiben war…

Der Beamte grüßt uns freundlich, stellt ein paar Fragen, zu unserem Ziel, der Dauer des Aufenthalts und zu potentiellen Wareneinkäufen im Kofferraum. Keine zwei Minuten später werden wir durchgewunken und meine Sorgen erweisen sich als unbegründet. Sogar Freitag der Dritte darf offiziell einreisen.

Erleichtert seufze ich in die stille Nacht hinein und archiviere in Gedanken die Missionen eins bis drei.

26. Mai

Heimwerken für (un)Freiwillige

Bevor es in meine Schweizer Wahlheimat zurück geht, verbringe ich ca. eine Woche bei meinem Partner in Stuttgart. Auf halber Strecke zwischen meiner Heimat Heidelberg und meinem Endziel, ereilt mich so das Schicksal, das so viele schon seit Beginn der Pandemie heimsucht: (un)freiwilliges Heimwerken.

Wer kennt das nicht? Mama hat Rücken, Papa hat Knie und Sohnemann hat ja jetzt so viel mehr Zeit, dank Kurzarbeit und ohne Präsenz-Vorlesungen...

Und auch Mutter hat jetzt mehr Zeit um nachzudenken:

Den Wohnwagen, den könnte man doch jetzt endlich mal fertig ausbauen! Und im Bad würde doch eine Holzdecke viel besser aussehen, da löst sich doch schon seit Jahren die Tapete an der Fuge!

Dann muss noch der Gemeinschaftsrasen gemäht werden und natürlich kommen zu allem Überfluss mitten im Holzdecken-Projekt auch noch die Fliesen in der Küche hoch...

Nichtsahnend, sichere ich meinem Liebsten vor der Abreise daheim zu, dass ich gerne helfen werde, wo ich kann. Schließlich bin ich im Home Office. Da lässt sich das bestimmt arrangieren.

Schließlich sieht Home Office bei ihm auch so entspannt aus...

So bin ich also gestrandet. Dank der schwäbischen Mittagsruhe, die eigentlich immer direkt auf unser Frühstück folgt, zieht sich das Bauprojekt über die komplette Woche. Kurz nach der Mittagsruhe dann Ereignisse der Reihe: Der Bohrer schmilzt und es ist kein Ersatz da, der Dübel ist zu lang, die Schraube zu kurz, es sind nicht genug Kabelführungen da... also Baumarkt.

Aber um Punkt Sechse ist Schluss!
So kommt man natürlich nie weit.
Und der Staub! Ständig ist man am Putzen.

Das Ende vom Lied: Ich nehme mir eine Woche frei, denn nach dem kleinen Bad kommt noch das große Bad und ich kann gerade noch verhindern, dass wir gleich im Flur weitermachen dürfen. Mit Ach und Krach schaffen wir es eine Woche später donnerstags den Abflug zu machen, bevor die nächste Baustelle auftaucht.

Und dann wäre da noch das Problem, meinen Deutschen Freund über die Schweizer Grenze zu bekommen... dazu mehr beim nächsten Mal!

22. Mai

Seit die Maskenpflicht eingeführt wurde, sind mir einige neue Trends in der Gesellschaft aufgefallen. Wie eine Krawatte ein wichtiges Accessoire für die Männer ist, ist es jetzt auch der Mundschutz für die breite Bevölkerung. Und wie eine Krawatte, kann auch ein Mundschutz auf die absurdesten Weisen falsch getragen werden.

Da gäbe es zum Beispiel das Rotkäppchen...

... als stylisches Käppchen tragen den Behelfsschutz vor allem Kinder sehr gerne. Und irgendwann geben auch die verzweifelten Eltern auf, den Kindern das Hütchen wieder vor den Mund zu ziehen.

Wenn die gröbsten Wellen durch sind, kann vielleicht der eine oder andere Glatzenträger diese Überbleibsel der Pandemie zum Sonnenschutz umfunktionieren. Nix verschwenden.

Omi machts...

...leider nicht richtig. Gerade ältere Damen tragen die Nasenpartie gerne am Kinn. Gestern bildete ich mir ein, den Schatten eines Ziegenbartes unter der Maske einer alten Frau zu erkennen. Wer weiß welche fantastischen Wesen die Chance nutzen sich unerkannt unter uns zu mischen? Die Ziegenbeine in der weiten Faltenhose verborgen. Begegnete ich einem griechischen Fabelwesen, ohne es zu ahnen?

Der Ein-Ohr-Träger...

...? Wenn das Ohr schon mit dem Telefon verwachsen ist, wird es natürlich schwierig eine Maske daran zu befestigen.

Nasen-Peter

... ist doch klar, dass das nix bringt! Ist wie das beste Stück aus der Unterhose oben raus baumeln zu lassen. Trotzdem pflegen diesen Tragestil bevorzugt Männer...

Also liebe Männer (und Frauen): Bitte lasst euer Ding drin... also die Nase... im Mundschutz :)

Hier geht‘s zu Teil 1 der Chroniken: Vom Shutdown bis zum WG-Tagebuch:

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Das Projekt und die Autorin

Ihr Praktikum als Gestalterin hat Samira im März 2020 beim SÜDKURIER begonnen und wurde schon bald von den Folgen des Corona-Virus getroffen: als Praktikantin im Homeoffice… ???  Sie beschloss, das Beste daraus zu machen und ließ ihrer Fantasie freien Lauf.   Die Kommunikationsdesignerin der HTWG bringt in diesen Zeiten ein ganz neues Format ins Spiel: die Corona-Chroniken. Ein humorvoller Blick auf die Absurditäten des Alltagslebens während einer Pandemie. Gedankengänge, Beobachtungen und Tagträume in Form von Illustrationen.   Ein visuelles Tagebuch.
Ihr Praktikum als Gestalterin hat Samira im März 2020 beim SÜDKURIER begonnen und wurde schon bald von den Folgen des Corona-Virus getroffen: als Praktikantin im Homeoffice… ??? Sie beschloss, das Beste daraus zu machen und ließ ihrer Fantasie freien Lauf. Die Kommunikationsdesignerin der HTWG bringt in diesen Zeiten ein ganz neues Format ins Spiel: die Corona-Chroniken. Ein humorvoller Blick auf die Absurditäten des Alltagslebens während einer Pandemie. Gedankengänge, Beobachtungen und Tagträume in Form von Illustrationen. Ein visuelles Tagebuch.

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