Ihr Aschenputtel war anders – und vielleicht deshalb so beliebt: Es konnte nicht nur tanzen, sondern auch mit der Armbrust umgehen und auf Bäume klettern.

Am Mittwoch ist Libuse Safrankova, der Star aus dem Märchen-Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, gestorben, wie ihr Sohn dem tschechischen Sender CNN Prima News bestätigte. Die tschechische Schauspielerin wurde 68 Jahre alt. Sie hatte jahrelang gegen Lungenkrebs gekämpft.

Weihnachtsklassiker international ein Renner

Die Koproduktion der Tschechoslowakei und der DDR aus dem Jahr 1973 ist heute nicht nur in Deutschland, Tschechien und der Slowakei ein Weihnachtsklassiker. Den tschechischen Medien zufolge wird er jedes Jahr an den Feiertagen auch von Fernsehsendern in Norwegen, Spanien, Schweden und der Schweiz ausgestrahlt.

Neben Safrankova und Pavel Travnicek in der Rolle des Prinzen sind die deutschen Schauspieler Carola Braunbock, Rolf Hoppe und Karin Lesch in den Rollen der Stiefmutter, des Königs und der Königin zu sehen. Gedreht wurde der Film zum Teil im malerischen Schloss Moritzburg in Sachsen. Dort gibt es seit 2009 jedes Jahr eine Ausstellung zum Film.

Mit einem Schauspieler verheiratet

Im eigenen Land war Safrankova aber nicht nur als junges Aschenbrödel bekannt und beliebt. Sie spielte in einem Dutzend Filme mit, darunter auch in dem mit einem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichneten Drama „Kolya“ von 1996, sowie in unzähligen Fernsehfilmen. Dazu zählen auch die koproduzierten Fernsehserien „Zirkus Humberto“ aus dem Jahr 1988 und „Die Halskette“ von 1992.

Safrankova war mit dem Schauspieler Josef Abrham verheiratet. Er ist unter anderem bekannt für seine Hauptrolle in dem Film „Leaving“ von 2011, der von Vaclav Havel geschrieben und inszeniert wurde und auf seinem gleichnamigen Stück basiert. (AFP)