Eigentlich ist es der Satz, auf den jeder Musiker hofft. „Der Sound ist einzigartig, und wir können Ihnen helfen, dass Ihre Songs bei einem großen Label veröffentlicht werden“, sagt Manager Danny in der britischen Tragikomödie „Fisherman‘s Friends“ und richtet sich damit an die zehn Fischer, die gerade an der Hafenpromenade ein paar Shantys gesungen haben.

Doch statt sich über diese Chance zu freuen, fangen die Männer aus vollem Hals zu lachen an. Schließlich singen die angerauten Seebären sonst nur vor ein paar Zuschauern im Städtchen Port Isaac in Cornwall oder auf dem Meer vor der Küste, wenn sie, begleitet vom Geschrei der Möwen, auf Hummer- und Fischfang gehen.

Daniel Mays als Danny und Tuppence Middleton als Alwyn in einer Szene des Films „Fisherman‘s Friends – Vom Kutter in die Charts“.
Daniel Mays als Danny und Tuppence Middleton als Alwyn in einer Szene des Films „Fisherman‘s Friends – Vom Kutter in die Charts“. | Bild: Splendid Film GmbH / dpa

Trotzdem ist das Angebot des Londoner Managers der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die so unwahrscheinlich klingt, dass Regisseur Chris Foggin daraus nun einen Film gemacht hat. Wie später der Abspann verrät, wurde die gereifte Boyband vor rund zehn Jahren entdeckt, unterzeichnete einen Plattenvertrag und schaffte es mit ihren Shantys, klassischen Seemannsliedern, in die Top Ten der britischen Charts.

„Fisherman‘s Friends“ erzählt den Weg dahin und schippert dabei durch ganz ähnliche Gewässer wie einst die Sozialkomödie „Ganz oder gar nicht“ über männliche Arbeitslose, die als Stripper Karriere machen: Auch wenn der Film nie einen Zweifel daran lässt, dass es sich hier um eine durchweg optimistische Feelgood-Komödie handelt, gibt es immer wieder tragische Momente.

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Während die bisweilen etwas störrischen Seebären durch manch stürmische Turbulenz auf den Durchbruch zusteuern, geht es neben Dannys hartnäckiger Überzeugungsarbeit um Finanzsorgen, einen plötzlichen Todesfall, den Ausverkauf des örtlichen Pubs und die Vorbehalte der Landbevölkerung gegen die Großstädter, für die der Musikmanager ein Paradebeispiel ist.

Doch während sich um ihn herum die unvermeidliche Liebesgeschichte entwickelt, lernt er, worauf es wirklich ankommt. Das einfache Leben fernab der Metropole führt zur Kehrtwende.

Keine Überraschungen

Das Drehbuch schaukelt die Handlung zwar über erwartbare Wege ins Ziel – doch immer, wenn „Fisherman‘s Friends“ zu erlahmen droht, funktionieren die Ablenkungsmanöver: vor allem dank der guten Laune der Seemänner mit ihrem rauen Charme – und durch den Schwung ihrer Shantys.