Und wieder haben die Verantwortlichen der Meersburg Open Air Konzerte einen ganz großen Fisch an Land gezogen: Nach dem Ex-Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant, der letztes Jahr mit einem furiosen Auftritt auf dem Schlossplatz aufwartete, gibt es nun ein Gastspiel von Tom Jones, zweifellos einer der größten Pop-Stars aller Zeiten. 76 Jahre alt ist er inzwischen, der gebürtige Waliser, den seine Fans liebevoll den Tiger nennen. Seine phänomenale Karriere begann 1965, als seine zweite Single „It’s not unusual“ weltweit die Charts stürmte. Hit auf Hit folgte. Und obwohl Solist, zählte Jones gemeinsam mit den Beatles, den Rolling Stones und den Kinks zur so genannten „British Invasion“, die ab Mitte der 1960er Jahre die westliche Welt überrollte.

Mittlerweile darf er sich auch „Sir Tom Jones“ nennen: 2006 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter Ihrer Majestät geschlagen. Immer wieder arbeitete er auch mit wesentlich jüngeren Musikerkollegen zusammen – etwa mit Joss Stone, Paul Weller und Jack White – und demonstrierte, dass ihm stilistisches Schubladendenken völlig fremd ist. Sein Auftritt in Meersburg – am Donnerstag, den 3. August – kann deshalb mit Spannung erwartet werden.

Einen Tag vorher, am Mittwoch, 2. August, werden die schottischen Runrig für keltische Klänge auf dem Schlossplatz sorgen. Hier in der Region sind sie gute alte Bekannte: 2004 und 2013 waren sie auf dem Hohentwiel, 1990 und 1994 traten sie beim Konstanzer Rock-am-See-Festival auf. Im Rahmen ihrer derzeit laufenden Tournee spielten die Runrig-Musiker unter anderem auch auf dem Gelände des berühmten Edinburgh Castle – vor der beeindruckenden Kulisse des Meersburger Schlosses werden sie sich deshalb wohl problemlos heimisch fühlen...

Apropos pittoreske Kulisse: Auch auf dem Schlosshof in Salem wird dieses Jahr wieder gerockt. Etwa mit Foreigner (Mittwoch, 7. Juni), einem der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Rock-Acts überhaupt. Zahllose Hits („Cold as Ice“, „I want to know what Love is“) säumen den Weg der Band, die vermutlich die meisten mitsummen können. Kritiker hingegen bemängeln die Austauschbarkeit der Songs und ihre ungenierte kommerzielle Ausrichtung – mache sich jeder am 7. Juni sein eigenes Bild.

Ebenfalls in Salem in diesem Sommer zu Gast: die Söhne Mannheims, in Originalbesetzung (Freitag, 16. Juni), der italienische Superstar Zucchero (Donnerstag, 20. Juli) und die Fantastischen Vier (Samstag, 22. Juli; bereits ausverkauft). Auf ein ganz anderes Publikum zielt hingegen der letzte Auftritt auf dem Schlosshof: Am Donnerstag, 27. Juli, ist in Salem Rolando Villazón zu Gast, einer der berühmtesten Opernsänger der Gegenwart. Das bereits für Sommer 2016 projektierte Konzert wurde aufgrund einer Erkrankung des Tenors auf dieses Jahr verschoben. Ein Potpourri aus ausgewählten klassischen Kompositionen steht auf dem Programm, begleitet wird er von der Südwestdeutschen Philharmonie.

Infos: www.meersburg.dewww.schloss-salem-open-airs.de