Man darf das wohl so sagen: Dass ein vom Streamingdienst Netflix produzierter Film mit dem Goldenen Löwen von Venedig einen der wichtigsten Preise der Branche gewinnt, ist ein Fall für die Filmgeschichtsbücher. Alfonso Cuaróns "Roma" ist, daran lässt die Festival-Jury keinen Zweifel, der berechtigte Sieger – und die Entscheidung sendet ein überdeutliches Signal. Was sie uns sagen will, ist, dass es der falsche Weg ist, Produktionen von Streamingdiensten auszuschließen, so wie es manche Festivals tun. Netflix produziert nicht mehr nur hochkarätige Serien, sondern steckt viel Geld in Filme.

Das könnte Sie auch interessieren

Diese Entwicklung bedeutet nicht den Untergang des Kinos und auch nicht den Anfang vom Ende großer Film-Studios. Sie werden sich an die Konkurrenz gewöhnen müssen, denn bremsen können sie Netflix und Co. nicht. Dann doch lieber dabei sein statt dagegen. Der Wunsch der Film-Fans für die Zukunft lautet nun: Netflix-Filme dürfen nicht nur im Netz gezeigt werden – sie gehören auf die Leinwand.