Die betroffenen Abiturienten müssen sich innerhalb von 24 Stunden entscheiden, ob sie den angebotenen Wiederholungstermin annehmen oder ohne Kenntnis ihrer Note die Prüfung akzeptieren. Eine Ministeriumssprecherin kündigte an, man werde der Frage nachgehen, warum dieser verpflichtende Teil des Bildungsplans den Schülern nicht vermittelt worden sei. Das sei nicht nachvollziehbar.

Anfang Mai hatte das Ministerium einen reibungslosen Start der Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Gymnasien verkündet. Dabei ging es vor allem um die Ausgabe der Abituraufgaben mit Hilfe von USB-Sticks. Bisher waren die Aufgaben bereits gedruckt verschickt worden. Nach zwei Einbrüchen in Gymnasien 2017 im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf und 2018 im niedersächsischen Goslar hatte Baden-Württemberg - wie die anderen Bundesländer auch - das Verfahren für die Hauptfächer umgestellt.