Die Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den drei Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart haben am Donnerstag zu massiven Störungen geführt: Hunderte Flüge fielen aus, zehntausende Passagiere waren betroffen, wie die Flughäfen mitteilten. Sie Streiks sollen den ganzen Tag bis Mitternacht dauern.

In Stuttgart fallen 142 von 275 Flügen aus

In Köln-Bonn wurden 131 von 199 geplanten Flügen gestrichen. Eigentlich sollten dort am Donnerstag rund 22.000 Passagiere abfliegen und ankommen. In Düsseldorf strichen die Airlines 370 von 580 Flügen. Dort wurde ursprünglich mit 59.000 Fluggästen gerechnet. In Stuttgart fallen 142 von 275 Flügen aus. Dort wurden eigentlich 25.000 Passagiere erwartet.

Die Arbeitsniederlegungen begannen in Düsseldorf und Köln-Bonn bereits um Mitternacht, in Stuttgart mit der ersten Frühschicht gegen 03.00 Uhr. Aufgerufen zu den Streiks hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die derzeit mit dem Arbeitgeberverband BDLS in einem Tarifkonflikt steckt.

Die Flughäfen riefen die Passagiere auf, sich vor der Anreise zum Flughafen bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu erkundigen. Diejenigen, deren Flüge starten, sollten frühzeitig kommen, da weniger Sicherheitskontrollen als üblich geöffnet sind.

Schon am Montag hatte ein Streik an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den Flugbetrieb dort fast völlig lahmgelegt. Verdi fordert bundesweit eine Erhöhung des Stundenlohns im Kontrollbereich auf 20 Euro. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab. Beide Seiten wollen am 23. Januar weiter verhandeln.

(AFP)