Dramatischer Fall in Memmingen: Der Mann hatte in dem Prozess zugegeben, dass er seine damals sechs Monate alte Tochter so heftig geschüttelt hat, dass Laura seitdem auf beiden Augen blind, geistig behindert und an Armen und Beinen gelähmt ist. „Eine Besserung ist nicht in Sicht“, sagte der Vorsitzende Richter Jürgen Hasler. „Schlimmere Folgen einer Tat sind nicht denkbar.“

Der Vater hatte das Kind nachts geschüttelt, nachdem es geschrien und sich trotz eines Fläschchens nicht beruhigt hatte. Es sei eine spontane Tat aus der Überforderung des Vaters heraus gewesen, sagte Hasler. Der Vater sei sonst nicht gewalttätig gewesen und habe die schlimmen Verletzungen auch nicht gewollt. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig, weil der Staatsanwalt und der Verteidiger auf Rechtsmittel verzichteten.