Wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS hat das Stuttgarter Oberlandesgericht eine 32 Jahre alte Deutsche zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Laut Anklage lebte sie von Dezember 2013 bis August 2017 in Syrien und im Irak. Sie war Mitte 2018 nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet in Baden-Baden festgenommen worden.

Die Bundesanwaltschaft beantragte sechs Jahre Gefängnis, der Anwalt der Frau hingegen drei Jahre. Die inzwischen 32 Jahre alte Mutter von vier Kindern distanzierte sich in ihrem letzten Wort von der Terrororganisation: «Ich weiß, dass ich mich falsch verhalten habe, und bin bereit, dafür geradezustehen.»

Laut Anklage hatte Sabine S. Deutschland im Dezember 2013 verlassen. Dann heiratete sie einen IS-Kämpfer. Mit ihm lebte sie dann zusammen und führte auch den Haushalt. Der Anklage zufolge pries sie in mehreren Internetblogs das Leben beim IS. Ziel sei es gewesen, möglichst viele Leute zur Ausreise in das Krisengebiet zu bewegen. (dpa)