Was für ein Spektakel: Für etwa drei Stunden lagen Teile des Erdtrabanten im Kernschatten der Erde. Der Mond schimmerte dadurch in orangenen bis rostroten Tönen. Fast zwei Drittel des Mondes lagen dabei im Schatten. Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben.

Im Westen an Niederrhein und Mosel und im Süden vom Alpenrand bis Passau sei die Sicht gut gewesen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Mittwoch. Aber auch im Osten und Nordosten von Dresden bis Mecklenburg-Vorpommern konnten Neugierige bei vorüberziehenden Wolken einen Blick auf den sich rostrot färbenden Mond im Kernschatten der Erde werfen.

Baden-Württemberg, Riegel: Der orange leuchtende Vollmond steht über dem Schwarzwald. Schaulustige können in der kommenden Nacht über Deutschland wieder eine partielle Mondfinsternis beobachten.
Riegel: Der orange leuchtende Vollmond steht über dem Schwarzwald. | Bild: Patrick Seeger (dpa)

 

dpatopbilder - 16.07.2019, Baden-Württemberg, Baden-Baden: Der Mond durchquert den Schatten der Erde bei der totalen Mondfinsternis. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Baden-Baden: Der Mond durchquert den Schatten der Erde. | Bild: Michael Kappeler (dpa)

Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond dann durch diesen Schatten läuft, sieht man eine Mondfinsternis. Steht der Trabant im vollen Umfang in diesem Schatten, spricht man von einer totalen Finsternis.

Trotz leichter Schleierbewölkung auch gute Sicht in Friedrichshafen.
Trotz leichter Schleierbewölkung auch gute Sicht in Friedrichshafen. | Bild: Leserbild - Adalbert Kühnle
16.07.2019, Recklinghausen: Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis hinter einem Ast mit Blättern zu sehen. Foto: Marcel Kusch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So zeigte sich der Mond in Recklinghausen. | Bild: Marcel Kusch (dpa)
16.07.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis hinter einem dünnen Wolkenschleier und dem «Brückenhahn», einer vergoldeten Figur auf der Alten Brücke über den Main. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dünne Wolkenschleier in Frankfurt. | Bild: Frank Rumpenhorst (dpa)

In der vergangenen Nacht war dies nicht der Fall, deshalb spricht man auch nur von einer partiellen Mondfinsternis. Der Mond ist im Mittel rund 380 000 Kilometer von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa 3470 Kilometer - gut ein Viertel der Erde.

Schwerin: Der Vollmond, der zu diesem Zeitpunkt bereits teilweise in den Erdschatten eingetreten ist, lechtet über dem Schweriner Schloss.
Der Vollmond, der zu diesem Zeitpunkt bereits teilweise in den Erdschatten eingetreten ist, lechtet über dem Schweriner Schloss. | Bild: Jens Büttner (dpa-Zentralbild)
Auch in Baden-Württemberg (hier Heimsheim) ist der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis gut zu sehen.
Auch in Heimsheim ist der Mond während der Partiellen Mondfinsternis gut zu sehen. | Bild: Marijan Murat (dpa)

Das kosmische Spektakel am späten Dienstagabend fand genau 50 Jahre nach dem Start der „Apollo-11-Mission“ statt. Am 16. Juli 1969 um 15.32 Uhr MESZ - waren die drei Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in Richtung Mond gestartet.

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Fünf Tage später betraten Armstrong und Aldrin als erste Menschen den Erdtrabanten. Die nächste von Deutschland aus zu sehende Mondfinsternis ist erst am 16. Mai 2022.

16.07.2019, Berlin: Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis hinter der Quadriga des Brandenburger Tors zu sehen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Mond hinter der Quadriga des Brandenburger Tors. | Bild: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)

 

16.07.2019, Bayern, München: Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis hinter einem Kreuz auf dem Dach der Heiliggeistkirche zu sehen. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Auch in München war der Blick zum Himmel frei. | Bild: Peter Kneffel (dpa)

 

16.07.2019, Berlin: Rötlich schimmert der Vollmond. Foto: Paul Zinken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Rötlich schimmert der Vollmond über Berlin. | Bild: Paul Zinken (dpa)
16.07.2019, Großbritannien, Todmorden: Der Mond ist während einer partiellen Mondfinsternis hinter dem Denkmal Stoodley Pike zu sehen. Foto: Danny Lawson/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ebenfalls in Großbritannien war der Mond während der partiellen Mondfinsternis gut zu sehen. | Bild: Danny Lawson (PA Wire)

 

(dpa)