Auf einem Hofgut bei Radolfzell hat eine Kuh Vierlinge zur Welt gebracht. „Das ist sehr selten - wir haben recherchiert und weltweit nur wenige Beispiele von Vierlings-Kälbern gefunden“, sagte Landwirtin Tabea Honstetter vom Gut Sonnhof oberhalb von Güttingen.

Ihr Partner, Landwirt Ulrich Aichem, habe einem Kälbchen nach dem anderen auf die Welt geholfen. „Als dann das Vierte lebend zur Welt kam, war die Freude sehr groß.“ Mit der Freude über den Nachwuchs geht jedoch die Trauer um die sechs Jahre alte Mutterkuh Ella einher. Sie starb wenige Tage nach der Geburt.

Wahrscheinlichkeit liegt bei eins zu elf Millionen

Beim Landesbauernverband (LBV) teilt man die Freude über die seltene Vierlingsgeburt - und auch die Trauer um Ella. „Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kuh Vierlinge zur Welt bringt, liegt bei eins zu elf Millionen“, sagte Sprecherin Ariane Amstutz.

Nach Schätzungen des Tierarzts habe Ella zum Schluss der rund neunmonatigen Trächtigkeit eine Last von mehr als 200 Kilogramm tragen müssen, sagte Honstetter. „Allein jedes der Kälbchen wog bei der Geburt 20 Kilogramm.“

Die vier Kleinen sind topfit

Dass die Vierlingsgeburt auf künstliche Befruchtung zurückzuführen sei, wie sie bei Kühen oft praktiziert wird, weist die Landwirtin zurück. „Wir lassen den Bullen mitlaufen - man spricht dann von einem sogenannten Natursprung.“

Ellas vier Kälbchen werden auf dem Hofgut mit Milch der anderen Kühe versorgt - insgesamt leben dort rund 150 Rinder, 70 sind Milchkühe. „Die vier Kleinen sind topfit und wachsen und gedeihen“, sagte Honstetter.

Mittlerweile drehen sie bei sonnigem Wetter täglich ihre Runden im Hof und auf den naheliegenden Grünflächen. Namen haben die zwei männlichen und zwei weiblichen Kälber noch nicht. (dpa / sk)