Dass ein Leben aus der Bahn gerät, kann ganz schnell gehen. Mancher in ohnehin schwieriger Lebenssituation findet sich unversehens vor Gericht wieder. Bei geringeren Delikten können Richter Geld- statt Haftstrafen verhängen. Nur muss man die auch bezahlen können. Wer es nicht kann, muss ersatzweise ins Gefängnis – oder kann die Strafe im Programm "Schwitzen statt Sitzen" mit gemeinnütziger Hilfstätigkeit abarbeiten. Ein Erfolgsmodell, von dem alle Seiten profitieren.

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Das Justizministerium startet jetzt über zwei Pilotprojekte einen Anlauf, um speziell denen aktiv in das Programm zu verhelfen, die ohnehin mit der Organisation ihres Lebens überfordert sind. Der Gedanke dahinter zeugt von einer Justiz mit Augenmaß: Niemand soll ins Gefängnis müssen, nur weil er es nicht schafft, sich selbständig um die Aufnahme in das Programm "Schwitzen statt Sitzen" zu bemühen. Und ganz nebenbei entlastet jeder Häftling weniger Staatskasse, Steuerzahler und Justizvollzug.