Bei diesem Preis werden regelmäßig die größten Medienhäuser und Rundfunkanstalten der Republik ausgezeichnet, diesmal aber schaffte es auch eine Lokalredakteurin in die erste Reihe: Kerstin Mommsen. Die SÜDKURIER-Lokalchefin der Redaktion Friedrichshafen erhielt für die große Serie „Leben ohne Plastik“ den 3. Platz beim Helmut-Schmidt-Journalistenpreis.

Rund 300 Gäste waren in den Hamburger Michel gekommen.
Rund 300 Gäste waren in den Hamburger Michel gekommen. | Bild: Mommsen, Kerstin

Zur feierlichen Preisverleihung im Hamburger Michel kamen 300 geladene Gäste. Vor der Übergabe der Auszeichnungen an die Journalisten diskutierte der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück mit dem aktuellen Finanzminister Olaf Scholz über die derzeitige politische Lage und den Stellenwert unabhängiger Presse.

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Scholz: „In der heutigen Welt müssen Medien so gut sein wie sie noch nie waren, um sich gegen die Meinungen und Stimmungsmacher im Internet durchzusetzen. Und Politik muss den Rahmen schaffen, dass sich Journalismus auch tragen kann, dafür tragen wir eine Verantwortung.“

SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz mit Kerstin Mommsen und Peer Steinbrück. | Bild: Lutz, Stefan

Wie gut Journalismus sein kann, zeigten die Beispiele der Preisträger. Jury-Mitglied Claudia Schick zu Kerstin Mommsen: „Wir alle haben uns beim Lesen Ihrer Artikel an unsere eigene Nase gefasst, und überlegt, wie viel Plastik wir so verbrauchen. Das war exzellente Berichterstattung für uns Verbraucher, die aufklärte, ohne zu moralisieren.“ Kerstin Mommsen war sichtlich gerührt, als sie im Michel zum Mikrofon griff: „Ich freue mich sehr darüber und auch über die Möglichkeit beim SÜDKURIER, solche Inhalte neben dem Tagesgeschäft für unsere Leser machen zu können.“

Video: Lutz, Stefan

Mommsen teilt sich den dritten Platz des renommierten Wirtschafts-Journalismuspreises mit den zwei Journalisten Christian Deker und seinem Co-Autoren Henning Wirtz des NDR-Rechercheformats „Steuerung-F“ für eine Sendung über CFD-Trading. Den zweiten Preis erhielten Hannes Munzinger (Süddeutsche Zeitung) und Stefan Wels (NDR in Koproduktion mit dem WDR) für die „Paradise Papers“, eine Artikelserie über Steueroasen. Den ersten Platz belegen Tilman Achtnich und Hanspeter Michel vom SWR für die Reportage „Spiel ohne Grenzen“, die sich mit dem Welthandel beschäftigte. Auch SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz war zur Preisverleihung gekommen. „Es ist großartig, dass die Jury auch die ausgezeichnete Arbeit einer Regionalzeitung im Blick hatte“, freute sich Stefan Lutz.

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