Gegen das bevorstehende Ende der Verbreitung von SRF 1 und SRF 2 im deutschen Kabelnetz engagieren sich nun auch Schweizer Politiker. Der Ständerat Joachim Eder, Präsident der Schweizer Delegation für die Beziehungen zum Deutschen Bundestag, unterzeichnete mit dem Waldshuter Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner eine Erklärung. Darin fordern die Politiker, dass in Deutschland weiterhin SRF empfangbar sein soll. Nach jetzigem Stand wird die Verbreitung der zwei Kanäle im deutschen Kabelnetz Anfang Juni gestoppt, weil die Schweiz das DVB-T-Signal abstellt.

Ideen fehlen

"Damit wird die Grundlage für den kulturellen und informativen Austausch über das zentrale Medium Fernsehen entzogen“, so Eder und Schreiner. Konkrete Lösungsideen gibt es aber weiterhin nicht. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) muss sparen, die Abschaltung von DVB-T senkt ihre Kosten um einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag. Trotz Bemühungen auch der Schweizer Vertreter der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK), scheint an diesem Aus nichts zu ändern sein.

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Eher unwahrscheinlich ist wegen der damit verbundenen Kosten wohl auch, dass man die Schweizer dazu bringt, immerhin ihre DVB-T-Sendestationen an der deutschen Grenze weiterzubetreiben. Andere Varianten scheitern oft an rechtlichen Fragen. Noch einmal besprochen wird das Thema beim IBK-Ausschusstreffen am 23. Mai in Kreuzlingen.

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