Knapp eine Woche nach dem Brand im Europa-Park hat sich der Gründer des Parks nun zu Wort gemeldet. In einer Video-Botschaft wendet sich Roland Mack maßgeblich an die Fans des Freizeitparks.

Er zeigt sich von der Leidenschaft der Fans beeindruckt und bedankt sich für deren breite Unterstützung. Außerdem äußert er sich zum aktuellen Stand der Aufbauarbeiten - und verrät, dass in Kürze zwei Attraktionen wieder eröffnen. 

Hier die gesamte Botschaft von Roland Mack im Video: 

 

Der Großbrand am Samstagabend hatte einen enormen Schaden angerichtet. Von den meisten Häusern sind bloß verkohlte Reste übrig  ­– ebenso wie von einer früheren Lagerhalle, die nur noch Schutt und Asche ist. Besonders vom Brand betroffen ist die beliebte Piraten-Bahn. Die 1987 erbaute Attraktion ist beim Feuer komplett zerstört worden. Das Fahrgeschäft grenzt an die abgebrannte Lagerhalle und ist ebenso wie diese ein Raub der Flammen geworden.  

Was wird aus den "Piraten in Batavia"?

Die  siebenminütige Bootsfahrt durch die exotische Welt der Piratenstadt Batavia  war bei vielen Gästen  sehr beliebt, ­obwohl – oder gerade weil  – es dort gemütlicher zuging als auf den High-Speed-Achterbahnen. Wie es mit den "Piraten" weitergeht, ist noch völlig offen. In den nächsten Wochen soll ein Konzept erarbeitet werden, teilte Park-Sprecherin Corina Zanger vor wenigen Tagen mit. Sicher sei aber, dass es im Holländischen Themenbereich wieder eine Attraktion für die ganze Familie geben wird. In seiner Botschaft ließ Roland Mack diese Frage offen - bekräftigte aber, dass auch ihm die Piraten am Herzen liegen.

Wie groß die emotionale Verbundenheit der Fans mit der ihnen über viele Jahre liebgewonnenen Piraten-Bahn ist, zeigt eine Netz-Aktion für den Wiederaufbau der Bahn, die nun gestartet wurde. Gründer ist der 34-jährige Christian Haupt. Der Beamte aus Rheinstetten hat eine Facebook-Gruppe gegründet, die sich dafür einsetzt, dass das Fahrgeschäft wieder aufgebaut wird.

Er ist nicht der einzige, der sich für den Wiederaufbau der Piraten einsetzt. Auch Andreas Wagner aus Pfaffenweiler hatte eine Online-Petition ins Leben gerufen, die bis Freitagmorgen von fast 7000 Unterstützern unterzeichnet wurde.  Ziel des Initiators waren ursprünglich 500 Unterschriften, wie Wagner im Gespräch mit dem SÜDKURIER erzählte. "Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Petition so viele Unterstützer findet",