Für die Taten von Berrin T. und Christian L. gibt es keine Worte. Keine, die ausreichen, um das Grauen zu beschreiben, das ihre Opfer durchleiden mussten. Dass neben dem neunjährigen Jungen auch noch ein damals dreijähriges geistig und körperlich behindertes Mädchen von dem Paar vergewaltigt wurde, zeigt, wie weit die beiden Angeklagten zu gehen bereit waren. Viel erschütternder ist jedoch, mit welcher Abgeklärtheit Christian L. bereitwillig Auskunft gab.

Der Mann, der für seine sexuelle Befriedigung das Leid von Schutzbefohlenen billigend in Kauf nahm, zeigt keine Spur von Reue oder Mitleid für seine Opfer. Mehr noch: Er unterstellt ihnen eine gewisse Bereitwilligkeit, mitgemacht zu haben. Die Mutter wollte nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Vielleicht aus Scham? Wenn, dann kommt sie zu spät. Die Staatsanwaltschaft fordert Sicherungsverwahrung für beide Angeklagten. Nichts anderes wäre angemessen – am wenigsten für die Opfer.