Der Holzkirchner Kuhglocken-Streit geht am Mittwoch (11.00 Uhr) vor dem Oberlandesgericht (OLG) München in eine weitere Runde. Ein Ehepaar in dem oberbayerischen Ort fühlt sich von den Glocken der Kühe auf einer angrenzenden Weide gestört und will gerichtlich ein Ende des Gebimmels erreichen.

Nachdem zuerst der Ehemann und dann die Ehefrau in getrennten Prozessen in erster Instanz vor dem Landgericht München II gescheitert waren, zieht der Mann nun in die zweite Instanz vor das OLG. Grund für die Abweisung der Klage in erster Instanz war unter anderem ein Vergleich, den der Mann mit der Bäuerin im September 2015 geschlossen hatte. Demnach sollten Kühe mit Glocken nur im mindestens 20 Meter entfernten Teil der Weide grasen. Allerdings brachte das kaum Entlastung.

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Deshalb klagten er und seine Frau. Dabei geht es ihnen nicht mehr nur um die Lärmbelästigung, sondern auch um Fliegen, die um die Kühe schwirren, und um das nach ihrer Auffassung überzogene Ausbringen von Gülle. Es habe einen regelrechten Gülleteppich gegeben, sagte der Anwalt des Paares, Peter Hartherz von der Kanzlei Sauer Wolff Martin.

Sollte es vor dem OLG keine Einigung geben, gehe er davon aus, dass der Rechtsweg weiter ausgeschöpft werde - möglicherweise bis zum Bundesgerichtshof. Die Bäuerin Regina Killer sieht der erneuten Verhandlung entspannt entgegen. Sie könne sich kaum vorstellen, dass das OLG anders entscheide als zuvor das Landgericht, sagte sie. (dpa)