Baden-Württemberg hat voraussichtlich noch bis zum Jahr 2022 mit einem Lehrermangel zu kämpfen. Bis dahin werden in dem Bundesland weniger Lehrer ausgebildet, als benötigt werden. Das trifft vor allem die Grundschulen. Vom Jahr 2023 an gibt es dann dauerhaft mehr Absolventen des Vorbereitungsdienstes als Stellen, die zu besetzen sind. Das geht aus Zahlen der Kultusministerkonferenz hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurden.

Demnach braucht Baden-Württemberg bis 2030 jährlich zwischen 3250 und 5000 Lehrer. Diesem Bedarf steht ein Angebot von jährlich zwischen 3350 und 4450 Absolventen des Vorbereitungsdienstes für die Lehrämter an öffentlichen Schulen gegenüber. Der Modellrechnung zufolge bleiben in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren Lehrerstellen unbesetzt. 350 Lehrer fehlen im Jahr 2021 und 600 im Jahr 2022. Für das laufende Jahr 2018 weist die Statistik 550 fehlende Lehrer aus.

Bundesweit fehlen innerhalb von zehn Jahren 18 000 Lehrer. Im laufenden Jahr liegt der Bedarf um 11 510 Lehrer über dem Angebot an Bewerbern. Die Lücke sinkt auf 2720 im Jahr 2022. Für das Jahr 2027 geht die Kultusministerkonferenz dann davon aus, dass es 3060 mehr ausgebildete Lehrkräfte gibt als in dem Jahr gebraucht werden.

(dpa)