Baden-Württembergs FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny sagte, die Verbote seien nutzlos, weil die schlechte Luft nur von größeren Straßen zu kleineren verschoben würde. Diesel-Besitzer würden durch das Verbot „kalt enteignet“. Der CDU-Fraktionschef im Rathaus, Alexander Kotz, sagte an die „lieben Nicht-Grünen-Wähler“ gewandt, es gebe deutlich bessere Alternativen als ein Fahrverbot.

Zusätzlich zu der politischen Demonstration mit mehr als 100 Teilnehmern versammelten sich etwa 500 Fahrverbotsgegner um den Stuttgarter Ioannis Sakkaros. Der Porsche-Mitarbeiter organisiert seit Januar Proteste gegen das Fahrverbot.

Als erste deutsche Großstadt führte Stuttgart zum 1. Januar Diesel-Fahrverbote für eine gesamte Umweltzone ein. Betroffen sind Diesel der Abgasnorm 4 und schlechter. Für Anwohner gilt bis zum 1. April eine Übergangsfrist. Über ein mögliches Fahrverbot für Euro-5-Diesel ist noch nicht entschieden.