Ein öffentliches Hundeschwimmbad? Bei absolutem Badeverbot für Vierbeiner an fast allen erreichbaren Badegewässern und 35 Grad Außentemperaturen gibt es nur eins: Nichts wie hin ins "Dog Inn Baden" – laut Geschäftsführerin Anja Bulle das derzeit einzige öffentliche Hundeschwimmbad Deutschlands. Wir – das sind in diesem Fall meine zweijährige Appenzeller Sennenhündin Coco und ich.

Uns erwarten ein 4x5 Meter großes Planschbecken mit zwei verschiedenen Wassertiefen sowie drei jeweils zehn Meter lange Schwimmbahnen, ebenfalls mit unterschiedlichen Wassertiefen. Coco muss erst einmal schauen, was im Planschbecken so los ist. Da badet schon die siebenjährige Millie und jagt im Wasser nach ihrem Spielzeug.

Bild: Bäuerlein, Ulrike

Nach anfänglichem Zögern traut sich auch Coco die Rampe hinunter ins 30 Zentimeter tiefe Planschbecken. Und als Dog-Inn-Chefin Anja Bulle zeigt, wie es geht, gibt es bei Coco kein Halten mehr auf der Jagd nach ihrem Lieblingsspielzeug, einer neongrünen Frisbeescheibe – natürlich schwimmfähig. Nur das mit dem Ausstieg über die Rampe müssen wir noch üben.

Der große Hovawart Belay dagegen zögert erst mal, im Wasser über die Schwelle in den tieferen Bereich zu gehen – "ganz typisch", sagt Anja Bulle, "aber wenn sie erst einmal gemerkt haben, dass sie dort auch stehen können, ist es kein Problem mehr."

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Neben dem öffentlichen Hundeschwimmbad gehört auch eine Welpen- und Hundeschule und eine physiotherapeutische Praxis zur Anlage. Wolfie, ein 15 Monate alter Mix aus Terrier und Bayerischem Schweißhund, kommt zur Physiotherapie. Er soll seinen Bewegungsapparat stärken. Dazu gehört neben Schwimmen auch Surfen – und damit alles leichter geht, wird zunächst mal in eine Schwimmweste geschlüpft,...

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...bevor es den ersten vorsichtigen Kontakt mit dem Wasser gibt.

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Doch kaum hat Wolfie gemerkt, wie der Hase läuft und wofür es das Leckerli von Frauchen gibt, ist er nicht mehr zu bremsen.

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Auch Millie ist inzwischen ein paar 10-Meter-Bahnen geschwommen und bekommt die verdiente Belohnung: leckere Leberwurst aus der Tube.

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Unterdessen hat Wolfie auf der Bahn nebenan schon mit seinem "Surfkurs" begonnen – das Balancieren auf den Brettern stärkt die Koordination. Und macht offenkundig Spaß.

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Coco ist zu schwer fürs Surfbrett – aber mit den Bahnen kann sie sich ohnehin nicht so recht anfreunden. Lieber planschen wir noch eine Weile im Spaßbecken. Und sind natürlich schnell pitschenass. Coco jedenfalls fällt das Abschiednehmen vom neuen Kumpel nach einer Stunde sichtlich schwer: "Nur noch einmal", sagt der Blick...

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