Knapp drei Monate nach der Öffnung des Testturms für Fahrstühle in Rottweil zählt Thyssenkrupp mehr als 28 000 Besucher auf der höchsten Aussichtsplattform Deutschlands. „Der Andrang und die Begeisterung für den Thyssenkrupp-Testturm und den spektakulären Blick von der Besucherplattform aus reißt nicht ab,“ erklärte eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Der Blick aus 232 Metern Höhe reicht bei guter Sicht in den Schwarzwald und die Schwäbische Alb. In dem Testturm prüft Thyssenkrupp in zwölf Schächten unter anderem Aufzüge für Wolkenkratzer, die ohne Seile mit der sogenannten Magnetschwebetechnologie arbeiten.

Zu den Besonderheiten des Turms gehört die 17 000 Quadratmeter große Hülle aus polymerbeschichtetem Glasfasergewebe, die sich nach den Plänen der Ingenieure aufgrund der Sonneneinstrahlung bis zur Jahresmitte blütenweiß einfärben soll. Das letzte Bauteil wurde erst wenige Tage vor Weihnachten eingefügt, sodass der Turm damit nun komplett ist. Die Installation war eine Herausforderung für die Turmplaner. So wurden bei der Montage der Membran eigens im Klettern geschulte Monteure eingesetzt. Auf beweglichen Arbeitsplattformen wurde die Außenfassade vermessen und anschließend die Konstruktion befestigt. Die Membran wurde schließlich in drei Abschnitten montiert. „Durch den stufenweisen Übergang ist die Fassade im unteren Bereich annähernd blickdicht und wird nach oben hin durch das weitmaschigere Gewebe transparenter“, erklärte Sprecherin Jasmin Fischer unlängst in einer Mitteilung.

Die Membran kleidet den Testturm seit Kurzem ganz ein. <em>Bild: Achim Mende</em>
Die Membran kleidet den Testturm seit Kurzem ganz ein. Bild: Achim Mende

Die Stadt Rottweil erhofft sich von dem Projekt positive Effekte für den Tourismus. Dort werden Rundgänge an jedem Samstag und Sonntag (jeweils um 13.30 Uhr) zum Preis von 6 Euro für Erwachsene (Kinder umsonst) angeboten. Im vergangenen Jahr gab es 85 sogenannte Kombiführungen durch die historische Innenstadt und am Testturm. Wer mit dem Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform fahren will, bekommt Karten über die Online-Buchung auf der Homepage des Testturms. „Der Andrang gerade nach der Eröffnung war enorm“, erklärt Elisabeth Vogt, die für die Agentur Fleischmaneurope die Pressearbeit bei Thyssenkrupp stellvertretend macht. „Sehr lange warten musste aber bisher niemand“.

 

Zeiten und Preise

Die Aussichtsplattform ist freitags (10 bis 18 Uhr), samstags (10 bis 20 Uhr) sowie sonn- und feiertags (10 bis 18 Uhr) geöffnet. Kartenbestellung im Internet (www.testturm.de): Erwachsene zahlen 9 Euro, Kinder und Jugendliche (6 bis 16 Jahre) 5 Euro.