Einst hochumstritten, heute ein von Touristen und Naturschützern geschätztes Artenbiotop: Nach einer ersten Zwischenbilanz ist der Nationalpark Schwarzwald Heimat für Tausende von zum Teil sehr seltenen Tieren, Pilzen und Pflanzen. Über fünf Jahre nach der Gründung haben die Forscher dort mehr als 4400 Arten dokumentiert. „Das sind rund 20 Prozent der in Baden-Württemberg insgesamt vorkommenden Tier-, Pilz- und Pflanzenarten“, berichtete am Montag der Leiter der naturwissenschaftlichen Forschung am Nationalpark, Marc Förschler.

Der Nationalpark Schwarzwald besteht seit dem 1. Januar 2014 und war erst nach langem Streit zwischen Waldbesitzern, Anwohnern, Naturschützern und auch Zoff innerhalb der Politik an den Start gegangen. Der frühere Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde (Grüne), der sich seinerzeit für den Nationalpark hauptverantwortlich stark gemacht hatte, hält den Park heute für etabliert.

„Der Park läuft, und viele Menschen sehen den Mehrwert, den er mit sich bringt“, sagte Bonde. Im vergangenen Jahr hatte der Nationalpark Angaben einer Sprecherin zufolge rund
600.000 Besucher gezählt.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Mitarbeiter in dem Schutzgebiet zählt, Flora und Fauna zu beobachten und zu dokumentieren, wie sich Wälder und Lebensräume unter den Schutzbedingungen verändern, wie sich seltene Arten etablieren oder Klima und Boden sich entwickeln.