Späterer und flexibler Unterrichtsbeginn an Schulen? Für diesen Vorschlag von Verkehrsminister Winfried Hermann gibt es ungeachtet des reflexhaften Aufschreis von Pädagogen eine ganze Reihe von guten Gründen. Die Schüler drängen nicht mehr alle gleichzeitig in Busse oder Bahnen, Schulbusse könnten nacheinander fahren statt parallel, der Verkehr wird entzerrt.

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Wohlgemerkt: Es geht keineswegs darum, die erste Schulstunde generell für alle auf neun oder halb zehn zu verlegen und damit die Unterrichtszeit in den Nachmittag hinein zu verlängern. Wobei es längst wissenschaftliche Studien gibt, die belegen, dass speziell Pubertierende später besser lernen. Aber das ist eine andere Diskussion und hätte erhebliche weitergehende Auswirkungen auf die Schul- und Freizeitorganisation der Beteiligten. Aber dagegen, dass etwa benachbarte Schulen in Ballungsräumen zeitlich versetzt und eine Viertel- oder halbe Stunde später mit dem Unterricht beginnen, spricht überhaupt nichts – außer der Macht der Gewohnheit.