Nachdem in den vergangenen zwei Wochen zwei Menschen im Bodensee gestorben sind, wurden nun auch am Hochrhein innerhalb von zwei Stunden drei Leichen geborgen.

Ein Zusammenhang besteht wohl nicht, bei einem der Verunglückten könnte auch ein Radunfall die Todesursache sein.

Drei Tote geborgen

Den 71 Jahren alten toten Radfahrer nahm die Schweizer Wasserrettung bei Jestetten im östlichen Kreis Waldshut auf. Sein Rad wurde auf einem schmalen Uferweg gefunden. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. 

Wenige Stunden später, gegen 20.45 Uhr, verständigte ein Bootsführer die Schweizer Polizei. Er hatte im Rhein bei Jestetten einen Leichnam treiben sehen. Ob es sich bei dem Toten um den 73 Jahre alten Mann handelt, der seit dem 30. Juni im Fluss vermisst wird, weil er dort seinen Hund retten wollte, steht noch nicht fest.

Der Tote lag an einer schwer zugänglichen Stelle am deutschen Rheinufer. Flussabwärts, im Rhein bei Wehr-Brennet, bargen Rettungskräfte am Montagabend die Leiche eines 24 Jahre alten Mannes.

Er war am vergangenen Freitag bei Bad Säckingen stark betrunken von einer Brücke in den Rhein gesprungen und nicht mehr aufgetaucht.

Noch keine Auswertungen

Im Bodensee starb am Sonntag ein Schwimmer bei einem Wettkampf in Radolfzell, rund eine Woche zuvor waren zwei weitere Menschen im See ertrunken. Ob sich in Rhein und Bodensee dieses Jahr tödliche Unfälle häufen, ist noch nicht abschließend zu beantworten.

Je nach Todesart und Unglücksort sind verschiedene Stellen zuständig, teils auch im Ausland, gesammelte Auswertungen gibt es deswegen immer erst am Jahresende.

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Trotz der Häufung in letzter Zeit gibt es jedoch keine Indizien, dass es zu neuen Höchstwerten an Toten kommen könnte. In den vergangenen Jahren verloren im gesamten Bodensee jährlich im Schnitt rund 12 Menschen ihr Leben. 2015 waren es sogar 19, 2018 starben 13 Menschen bei Bade-, Schiffs- und Tauchunfällen. Für den baden-württembergischen Teil des Sees listet das zuständige Polizeipräsidium bisher drei Todesfälle im Jahr 2019 auf.

Die Todesfälle im Hochrhein sind die ersten bekannt gewordenen des Jahres. Schon im vergangenen Juli starben dort innerhalb weniger Tage vier Menschen.