Der Gemeinderat der Stadt im Ostalbkreis stimmte am Donnerstagabend einer entsprechenden Verlängerung des Betriebs zu. 20 Ratsmitglieder der Grünen, der SPD sowie der CDU votierten für einen entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung, 11 Mitglieder stimmten dagegen, wie Stadtsprecher Anselm Grupp mitteilte.

Die Lea war Ende April 2018 bundesweit in die Schlagzeilen geraten, nachdem bis zu 150 Flüchtlinge Polizisten an der Rückführung eines Asylbewerbers aus Westafrika in dessen Erstaufnahmeland Italien hinderten. Der Mann wurde einige Tage später bei einem Großeinsatz mit mehreren Hundert Beamten abgeholt.

Derzeit beherbergt die 2015 vom Land Baden-Württemberg in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne eröffnete Lea 430 Flüchtlinge. Der Betrieb war zunächst bis Mai 2020 mit der Stadt vereinbart worden. Danach sollte es auf Wunsch der Landesregierung eine Verlängerung bis Ende 2024 geben. Auch mit Hinweis auf Bedenken in Teilen der Ellwanger Einwohnerschaft handelte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek (parteilos) mit Stuttgart einen Kompromiss aus, der eine Verlängerung nur bis Ende 2022 vorsieht.

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Die sieben Mitglieder der Fraktion der Freien Bürger Ellwangen (FBE) stimmten dagegen. Auch vier Mitglieder der CDU-Fraktion votierten gegen den Fortbestand der Lea, ein CDU-Ratsmitglied enthielt sich der Stimme. Lea-Leiter Berthold Weiß, der zugleich Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat ist, nahm nicht an der Abstimmung teil.

(dpa)