Die Mutter von Maria H. hat Recht: Gerechtigkeit kann es in diesem Fall nicht geben. Ein Kind ist seiner Mutter genommen worden, über Jahre wusste sie nicht, ob ihre Tochter überhaupt noch lebt. Maria wiederum hat ihre Jugend an einen Mann verloren, der sie in ein falsches Abhängigkeitsverhältnis zwang. Diese Jahre sind nicht zurückzuholen.

Verurteilung ist ein wichtiger Schritt

Die Strafe von sechs Jahren erscheint angesichts der langen Zeit, in der Maria entführt war und dem massiven Missbrauch, dem sie ausgesetzt war, gering. Zumal die Strafe sich aus mehreren Einzelstrafen zusammensetzt, die zusammengenommen dann aber reduziert werden – so will es das Strafgesetz.

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Für Maria spielt die Höhe der Strafe keine Rolle, wie sie angab. Die Verurteilung selbst war wichtig, um dieses dunkle Kapitel in ihrem Leben zumindest abzuschließen. Dass es ihr nun zu gelingen scheint, wieder Zukunftspläne zu schmieden und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, ist bewundernswert.