Bei dem Großbrand im Europa-Park in Rust ist auch die beliebte Attraktion "Priaten in Batavia" zerstört worden. Die siebenminütige Bootsfahrt durch die exotische Welt der Piratenstadt Batavia  war bei vielen Gästen sehr beliebt, ­obwohl – oder gerade weil  – es dort gemütlicher zuging als auf den High-Speed-Achterbahnen. Wie es mit den "Piraten" weitergeht, war bisher offen geblieben.

Seit Mittwochabend gibt es nun Hoffnung für die vielen Fans der Attraktion. Europapark-Chef Michael Mack war Gast beim SWR Live-Talk. Unter Applaus des Publikums verkündete er, dass die Attraktion "Piraten in Batavia" zurückkommen werde.

 

 

Wie genau der Wiederaufbau geplant sei, wollte Mack noch nicht sagen. Aber er teilte mit, dass es viele Vorschläge, Ideen und Petitionen gäbe. "Die lesen wir auch und nehmen die Vorschläge ernst. Wir wollen natürlich ein Produkt machen, was unseren Kunden gefällt. Natürlich soll das uns auch gefallen. Und dann wird das auch richtig gut."

Auch via Twitter äußerte Mack sich am Abend. "Ja, die Piraten kommen zurück", heißt es darin. Details könnten noch nicht genannt werden, so Mack weiter. Bei den Fans sorgte diese Ankündigung dennoch für Fruede, wie die zahlreichen Kommentare unter dem Tweet belegen.

 

 

Emotionale Fans riefen Online-Petitionen ins Leben

Wie groß die emotionale Verbundenheit der Fans mit der ihnen über viele Jahre liebgewonnenen Piraten-Bahn ist, zeigt eine Netz-Aktion für den Wiederaufbau der Bahn. Gründer ist der 34-jährige Christian Haupt. Der Beamte aus Rheinstetten hat eine Facebook-Gruppe gegründet, die sich dafür einsetzt, dass das Fahrgeschäft wieder aufgebaut wird.

Er ist nicht der einzige, der sich für den Wiederaufbau der Piraten einsetzt. Auch Andreas Wagner aus Pfaffenweiler hatte eine Online-Petition ins Leben gerufen, die bis Donnerstagmittag von fast 9500 Unterstützern unterzeichnet wurde.