„Noch ist es nur eine Vision“, sagte der Geschäftsführer des Europa-Parks, Michael Mack, zur Seilbahn-Idee. Viel konkreter wollte er noch nicht werden: Frühstens in zwei bis fünf Jahren könnte die Umsetzung beginnen. Der genaue Routenverlauf sei noch ungewiss, ebenso die Ausgestaltung der Ein- und Ausstiegshaltestelle in Frankreich.

Europa-Park-Gründer Roland Mack sagte aber, dort sollen bei der Station naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten für Familien geschaffen werden. Der Anteil an französischen Übernachtungsgästen – derzeit nur bei etwa acht Prozent – solle steigen. Eine Achterbahn auf französischer Seite erachtet er derzeit aber nicht für denkbar. Derzeit besuchen jedes Jahr weit über eine Million Franzosen den Park.

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Einen Haken hat das Projekt: Es führt sowohl auf deutscher als auch auf französischer Rheinseite durch strengstens geschützte Naturschutzgebiete. „Wir wollen das mit den Naturschutzverbänden im Dialog lösen“, versprach Michael Mack.

Macron unterstützt das Projekt

Prüfen werden das Projekt aber die Behörden. Deren Unterstützung können sich die Macks aber fast sicher sein. Die Idee genießt die Zustimmung aus allerhöchsten politischen Kreisen: Der französische Staatspräsident Emanuel Macron ließ sich das Projekt am Sonntag vorstellen und unterstützt es ausdrücklich.

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann war in der Runde dabei. Zur Vorstellung der Pläne sammelten sich dann auch zahlreiche Politiker aus Frankreich und Deutschland. Alle äußerten sich regelrecht begeistert vom Projekt. Der Landrat des zuständigen Ortenaukreises, Frank Scherer, hat sein Amt – ohne dass der Europa-Park einen offiziellen Antrag gestellt hatte – bereits erste Prüfungen durchführen lassen.

Er bezeichnete den Naturschutz als „überwindbares Hindernis“ – zumindest nach aktuellem Stand. Errichten möchte der Europa-Park die Bahn in Eigenregie und ohne staatliche Zuschüsse. Der Park verkauft die „Projekt S“ genannte Idee vor allem als Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft – passend dazu wurde am gestrigen Abend Michael Mack als Honorarkonsul Frankreichs in Südbaden eingeführt.