Die Zeiten, in denen Felchen und Äsche selbstverständlich auf den Teller kamen, sind längst vorbei. Überfischung, weniger Nährstoffe und gefräßige Kormorane waren bislang die Gründe dafür, dass ein Bodenseefelchen schon längst nicht immer ein Felchen aus dem Bodensee ist.

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Jetzt trifft es die Rheinäsche, einen Fisch, den Auswärtige kaum kennen werden, dessen Schicksal aber eng mit dem fortschreitenden Klimawandel verbunden ist. Denn je wärmer es wird, umso schlechter geht es dem Fisch im Wasser. Auf diesen – zugegeben – vereinfachten Nenner lässt sich das kurze Leben dieses stummen Tieres bringen. Sollte es eines Tages ganz verschwinden, wäre nicht nur die Speisekarte ärmer, sondern das komplexe Ökosystem.

Daher bleibt zu hoffen, dass der Klimaschutz, bei dem Deutschland einst Vorreiter war, bald wieder Fahrt aufnimmt. Dafür stehen die Zeichen aber schlecht. Und so könnte das Fischsterben im Rhein nur der Anfang einer auch menschlichen Tragödie sein.