Hegau

"Es war klar, dass wir diese Nacht wieder raus müssen", sagt Pirmin Bölle, Einsatzleiter beim städtischen Winterdienst in Singen. Doch die Umstände haben es ihm und seinen Kollegen nicht ganz leicht gemacht: "Es hat zur ungünstigsten Zeit geschneit", sagt er, denn pünktlich zum Berufsverkehr kamen die Flocken gegen 7 Uhr vom Himmel. Doch wenigstens stimmte die Temperatur: Wenn es ein wenig kälter gewesen wäre, hätte die Sache laut dem Experten ganz anders ausgesehen.

Während der Schnee besonders auf den Straßen im Lauf des Tages wieder geschmolzen ist, bleibt besonders die Gegen um den Randen bei Tengen schneebedeckt. Hier waren auch die ersten Schlittenfahrer unterwegs.

Die ersten Schlittenfahrer dieses Winters im Hegau am Randen bei Tengen.
Die ersten Schlittenfahrer dieses Winters im Hegau am Randen bei Tengen. | Bild: Arndt

Hochrhein

Auch der Hochrhein kann sich dem Wintereinbruch nicht entziehen. Im Raum St. Blasien kam es zu starken Schneefällen und dementsprechenden Beeinträchtigungen.

Lindau / Vorarlberg

Schnee in Lindau
Schnee in Lindau | Bild: Hogl

In Lindau stürzte die Halle eines Bootshändlers unter den Schneemassen ein, verletzt wurde niemand. Die SChneelast auf den Bäumen ist immer noch enorm. Der Bus- und Autoverkehr läuft wieder relativ gut, anders sieht es bei einigen Bahnstrecken in der Region aus. Nach Angaben der Deutschen Bahn können in den nächsten Tagen die Regionalstrecken Kempten-Pfronten-Reutte/Tirol und Immenstadt-Oberstdorf nicht befahren werden.

Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner erklärte in einer Besprechung die Lage bei den österreichischen Nachbarn so: „Die aktuelle Situation ist im Wesentlichen für Vorarlberg im Winter nicht außergewöhnlich, dennoch haben wir die aktuelle Lage und die kommenden Tage besprochen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“

Der Arlberger Skiort St. Christoph im Schnee
Der Arlberger Skiort St. Christoph im Schnee | Bild: Susanne Hogl / Hans-Robert Nitsche

In den vergangenen beiden Tagen hat es nach Angaben des Landes Vorarlberg in der Region bis zu 1,15 Meter Neuschnee gegeben. Die Lawinenwarnstufe in Vorarlberg befindet sich auf Stufe 4 (große Lawinengefahr), teilt die Landeswarnzentrale mit. Wallner und Gantner appellieren einmal mehr an die Wintersportler: „Auch wenn sich morgen eine Wetterbesserung einstellt und die Verlockung aufgrund der frisch verschneiten Berge hoch ist, bitten wir, die Wintersportler die gesicherten Pisten nicht zu verlassen. Die Situation bleibt heikel. Wer den gesicherten Skiraum verlässt, begibt sich in große Gefahr.“

St. Georgen im Schwarzwald

Am Mittwoch fielen 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, die Straßen sind meist bedeckt. Die Situtation ist noch entspannt, es herrscht kein Ausnahmezustand. In der Nacht auf Donnerstag hat es nur sehr wenig geschneit. Die Skilifte nehmen langsam ihren Betrieb auf. Der erste am Mittwoch, ein weiterer heute, bis Freitag laufen sie alle. Erste Loipen sind ebenfalls gespurt.

Einen Überblick über die Skilifte und Loipen für den ganzen Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es hier.

Triberg

Platz machen: Die Schneeräumer der Gemeinden sind im Dauereinsatz.
Platz machen: Die Schneeräumer der Gemeinden sind im Dauereinsatz. | Bild: Christel Börsig-Kienzler

Ein ähnliches Bild ergibt sich in Triberg und Umgebung. Dort behinderte kräftiger Schneefall bereits den Straßenverkehr, während zeitgleich verschiedene Loipen gespurt werden konnten. 

Feldberg

Auch am Feldberg können sich Lawinen lösen und zur Todesfalle werden. Wie gefährlich die aktuelle Situation ist, weiß Mirko Friedrich, Referent bei der Bergrettung Feldberg: "Mit dem vielen Neuschnee steigt die Gefahr, dass sich Lawinen an steilen Hängen lösen. Das kann auch hier bei uns am Feldberg lebensgefährlich sein." Derzeit sei die Gefahr jedoch nicht alarmierend. Wenn es weiter kräftig schneit und der Wind zunimmt, könne sich das aber bald ändern. Vor allem das Zastertal und das Herzoghorn sind gefährdete Steilhänge. "Da schauen wir schon ganz besonders hin." 

Dieses Bild auf dem Feldberg ist am 3. Januar entstanden. | Bild: Achim Mende

Villingen-Schwenningen

Auch die Doppelstadt ist mit einer weißen Schneeglasur überzogen. Der morgendliche Berufsverkehr geriet bereits gehörig ins Stocken und der städtische Winterdienst ist voll gefordert, wie hier nachzulesen ist.

Für winterfeste Fotografen bietet die kalte Jahreszeit zahlreiche Motive, wie dieses idyllische Winterpanorama in Pfaffenweiler.

Bild: Trippl, Norbert

Weitere Impressionen aus der verschneiten Natur und Architektur aus dem Raum Villingen-Schwenningen gibt es hier.

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Bodenseekreis

Am Bodensee zeigt sich der Winter naturgemäß milder als im Schwarzwald. Aber auch hier gibt es im Hinterland Skilifte. Der Schnee der vergangenen Tage hat dem Wintersport in Heiligenberg im Bodenseekreis gut getan. Dennoch steht hinter der Zukunft des Haldenlifts Wintersulgen ein großes Fragezeichen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Pendler hatten es am Donnerstagmorgen nicht einfach: Aufgrund der Straßenverhältnisse kam es im Bodenseekreis bereits zu längeren Staus. Zahlreiche Lastwagen hingen fest und behinderten den Verkehr.

Schnee-Chaos auf den Straßen in Friedrichshafen: Viele Beschäftigte arbeiten deshalb lieber von Zuhause. Bild: Bengelsdorf
Schnee-Chaos auf den Straßen in Friedrichshafen: Viele Beschäftigte arbeiten deshalb lieber von Zuhause. Bild: Bengelsdorf | Bild: Annette Bengelsdorf

Der Verkehr in Richtung Friedrichshafen staute sich zwischenzeitlich bis nach Hagnau zurück. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Aber auch am nördlichen Ufer des Bodensees sorgt der Winter für tolle Motive. Hier gibt es viele Bilder aus dem verschneiten Friedrichshafen.

Am Flughafen Friedrichshafen mussten die Flieger enteist werden.

Am Flughafen Friedrichshafen mussten die Flugzeuge enteist werden.
Am Flughafen Friedrichshafen mussten die Flugzeuge enteist werden. | Bild: Mommsen

Konstanz

Auch vor der größten Stadt am Bodensee macht die weiße Pracht nicht halt. Am Donnerstagmorgen war Konstanz gut eingeschneit. Wir haben die Technischen Betriebe und die Polizei zum Stand der Dinge befragt.

Robert Pejakovic von der Post muss mit seinem Fahrrad im Schnee besonders aufpassen – hier in der Gebhardsösch.
Robert Pejakovic von der Post muss mit seinem Fahrrad im Konstanzer Schnee besonders aufpassen. | Bild: Oliver Hanser

Von unseren Lokalredaktionen und Susane Hogl