Klar ist: Deutschland braucht schnellstmöglich ein Zuwanderungsgesetz. Und klar ist auch: Das Asylgesetz darf nicht ausgehöhlt werden. Damit weiter diejenigen kommen können, die unseren Schutz brauchen, müssen diejenigen wieder gehen, die kein Recht auf Asyl haben.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle vor drei Jahren aber ging es nicht darum, wer eine Bleibeperspektive hat, sondern nur darum, den schieren Ansturm zu bewältigen. Die Politik appellierte an alle gesellschaftlichen Kräfte, unbürokratisch zu helfen.

Viele Unternehmer im Land kamen diesem Aufruf nach und investierten Zeit und Geld, um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen. Tausende von ihnen sind inzwischen wertvolle Arbeitskräfte. Jetzt sollen sie wieder gehen, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Für diese Menschen muss es eine Ausnahmeregelung geben. Erst nach Integration zu schreien und integrierte Arbeitskräfte dann abzuschieben, wenn die Bürokratie endlich hinterhergekommen ist – das ist nicht vermittelbar.