Zwei Menschen sind am Mittwoch beim Absturz eines Kleinflugzeugs in der Nähe von Rheinfelden im Landkreis Lörrach verletzt worden. Der Pilot wurde kurz nach dem Unfall mit schweren Verletzungen im Rettungshubschrauber nach Basel geflogen, sein Passagier, der lediglich leichte Verletzungen erlitt, mit dem Krankenwagen ebenfalls in ein Spital gebracht. Beide Männer seien jedoch außer Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Nachfrage.

Das Unglück ereignete sich am frühen Nachmittag in der Nähe der Autobahn 861 westlich des Rheinfelder Stadtgebiets. Die Maschine war kurz zuvor vom nur wenige hundert Meter entfernten Flugplatz im Ortsteil Herten gestartet. An Bord waren der 51 Jahre alte Pilot aus Bonn und sein Passagier, ein 49-jähriger Schweizer, wie der Polizeisprecher aus Freiburg mitteilte. Warum das Flugzeug kurz nach dem Abheben abstürzte, sei derzeit noch unklar und Gegenstand von Ermittlungen. Medienberichte, wonach der zweisitzige Motorsegler vom Typ SF 25 C „C-Falke“ zuvor eine Stromleitung gestreift habe, bestätigte die Polizei nicht.

Bild: Cornelia Müller

Die Absturzstelle befindet sich unmittelbar neben der A 861 an der Grenze zur Schweiz. Das Flugzeug hat die viel befahrene Strecke, die die Schweizer Autobahn 3 im Süden mit der deutschen Hochrhein-Autobahn 98 im Norden verbindet, nur knapp verfehlt. Dennoch mussten für die Rettungsfahrzeuge eine Spur sowie die Zu- und Abfahrt zur Autobahn vorübergehend gesperrt werden. Zwischen den Anschlussstellen Rheinfelden-Warmbach und Rheinfelden-Mitte wurden die Autos langsam am Einsatzort vorbeigeführt.

Bild: Horatio Gollin

Die Feuerwehrleute der Abteilung Rheinfelden, die von der Werksfeuerwehr des Chemieunternehmens Evonik unterstützt wurden, fanden zahlreiche verstreute Trümmerteile des Flugzeugs am Absturzort vor. Die Maschine soll zuvor einen Baum gestreift haben und kam dann auf dem Dach zum Liegen. Angesichts des zerstörten Flugzeugs erscheint es als großes Glück, dass die beiden Insassen noch leben.

Nicht einziger Unfall in Rheinfelden

Bereits mehrfach kam es zu Unfällen mit Kleinflugzeugen in Rheinfelden. Erst im März gab es kurz nach dem Abheben einer Maschine einen Strömungsabriss, worauf der Pilot den Start abbrach. Er und sein Passagier blieben unverletzt. Tragisch endete jedoch der Absturz einer Cessna im April 2011. Die beiden Insassen, ein Mann und eine Frau, starben beim Landeanflug auf den Flugplatz in Herten.

Die Staatsanwaltschaft Lörrach hat die Unfallmaschine beschlagnahmt. Das Kriminalkommissariat Lörrach hat zusammen mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), die bei jedem Flugunfall eingeschaltet wird, die Ermittlungen aufgenommen.