„Anfangs spielte Abenteuerlust sicherlich eine Rolle“, gesteht Thomas Nuding. Er lehnt sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und bläst langsam den Rauch seiner Zigarette aus. Nuding blickt auf seinen Computer, auf dem Bilder von Hunderten Menschen in orangefarbenen Rettungswesten auf zwei Schlauchbooten zu sehen sind. Ihre Gesichter sind einem grün-weißen Schiff zugewandt, das sie aus ihrer gefährlichen Lage befreien soll. Das Bild entstand an Ostern, das Schiff ist die Sea Eye. Der Meßkircher Thomas Nuding war zu diesem Zeitpunkt Kapitän des 26 Meter langen, ehemaligen Fischkutters. Er zieht wieder an seiner Zigarette. „Aber wenn man das erste Mal da draußen ist, ändert sich das. Das ist kein Abenteuer, da geht es ums Überleben“, erklärt der Ingenieur. In den Worten schwingt kein Pathos. Nudings Stimme klingt nüchtern, fast schon zu nüchtern in Anbetracht der Tatsache, dass er über das Leben und Sterben Tausender Menschen spricht, die versuchen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

In seinem Meßkircher Büro organisiert Thomas Nuding seine Spendenveranstaltungen.
In seinem Meßkircher Büro organisiert Thomas Nuding seine Spendenveranstaltungen. | Bild: Jeanne Lutz

Nach Angaben des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen sind seit 2015 mehr als 1,5 Millionen Menschen auf dem Seeweg nach Europa gelangt. Seit der Schließung anderer Fluchtwege, allen voran der Balkanroute, ist der Weg über das Meer der einzig verbliebene. Dabei ist die Flucht über das Wasser laut der internationalen Organisation für Migration die gefährlichste: Mehr als 11 000 Menschen sind seit 2015 bei dem Versuch gestorben.

 
 

95 Prozent der Flüchtlinge beginnen ihre Reise über das Mittelmeer von der libyschen Küste. „Die Startorte haben flache Sandstrände, daher sind die Schleuser wetterabhängig“, sagt Nuding. Das Meer muss ruhig sein, damit die Schlepper die Schlauchboote die ersten 50 Meter ins Wasser ziehen können. Laut Nuding legen die meisten Boote von Misrata im Osten und Sabrata im Westen der libyschen Hauptstadt Tripolis ab. Bis sie nach zwölf Meilen an die Grenze der libyschen Gewässer gelangen, beträgt der Abstand zwischen den Booten etwa 50 Kilometer. Auf dieser Strecke patrouillieren die humanitären Nichtregierungsorganisationen (NGO), darunter auch die Schiffe der Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye, für die Nuding aktiv ist.

„Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss man unten sein“, sagt Nuding. Durchschnittlich zwei Wochen dauere eine Mission. Die neun Crewmitglieder starten in Malta und fahren von dort, beladen mit 750 Rettungswesten, 20 Rettungsinseln sowie ausreichend Wasser und Nahrung, 28 Stunden bis zum Einsatzort vor der libyschen Küste. Inzwischen kennt der 51-Jährige die Abläufe vor dem Auslaufen in Malta, wo im Hafen der Hauptstadt Valletta die meisten NGO-Schiffe vor Anker liegen.

 
 

Eine Fahrt ins Ungewisse

Als er im Oktober 2016 zu seiner ersten Mission aufbrach, wusste er nicht, was auf ihn zukommt. Nuding ist ein unaufgeregter Mann. In grüner Latzhose sitzt der Selbstständige in seinem Meßkircher Büro, umringt von Regalen, die mit Hunderten säuberlich beschrifteter und farblich sortierter Ordner gefüllt sind. Die gläserne Bürotür ziert das Wappen der Meßkircher Katzenzunft. An den Wänden hängen Fotos früherer Segeltörns auf dem Atlantik. Nuding ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, aktiver Segler im Verein.

Er ist ein Schaffer, kein Schwätzer. Zu seinen Einsätzen auf dem Mittelmeer kam er zufällig. Seine Entscheidung, als Kapitän an Bord eines Rettungsschiffes anzuheuern, war spontan. Im Newsletter seines Segelvereins hatte ein Mitglied seine Erlebnisse während einer Hilfsmission im Mittelmeer geschildert. „Da dachte ich: Das kann ich auch“, erklärt er. Im Juni bewarb er sich bei drei NGOs. Sea Eye meldete sich als Erstes. Nach kurzer Zeit stand fest: Im Oktober startet sein erster Einsatz.

 

Das Geschäft der Schlepper

  • Was kostet eine Flucht über das Mittelmeer?

    Die Kosten sind nach Erkenntnissen der deutschen Sicher-heitsbehörden auf der zentralen Mittelmeer-Route gestiegen: Hatte 2016 eine Überfahrt von Libyen nach Italien noch etwa 600 bis 800 Dollar pro Person gekostet, konnten es in diesem Frühjahr etwa 1200 Dollar sein. Allerdings variieren die Preise je nach Nationalität und Bootstyp. Afrikaner zahlen oft deutlich weniger.
  • Wie viel Geld wird im Schlepper-Geschäft umgesetzt?

    Die Angaben sind oft nur vage Schätzungen. Experten rechnen aktuell mit einem Gesamtumsatz der Schleusung nach Westeuropa in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar. 2015, auf einem Höhepunkt der illegalen Migration nach Europa, war auch von rund 6 Milliarden die Rede. Den Nettogewinn für die Schleuser taxieren diese Experten auf etwa 2,5 Milliarden bis 3 Milliarden Dollar.
  • Wie kauft und bezahlt man eine Schlepperreise nach Europa?

    Ein verbreitetes Muster ist, dass man zur Vertrauensperson im Heimatort geht und einen Vertrag schließt. Erst wenn der Sohn oder die Tochter zurückgemeldet haben, dass sie im Zielland sind, bekommt der Schmuggler bei dieser Form das Geld, das bei einer Vertrauensperson deponiert wurde. Es gibt aber auch andere Angebote. Viele Menschen organisieren ihre Migration auch in Etappen Stück für Stück.
  • Können sich Schlepper leisten, das Leben ihrer Kunden zu gefährden?

    Früher war man sofort aus dem Geschäft, wenn ein Schleppernetz hohe Todeszahlen hatte. Durch die aktuell große Nachfrage mischen aber auch Pfuscher mit, wie Martin Hofmann vom internationalen Migrationsforschungsinstitut (ICMPD) in Wien sagt. Libyen sei ein Sonderfall. Entweder man schaffe es nach Europa, oder man bleibe in Libyen in ständiger Gefahr für Leib und Leben.
  • Ist es möglich, illegale Migration völlig zu unterbinden?

    Offene, wirtschaftlich vernetzte und rechtsstaatliche Gesellschaften könnten illegale Migration reduzieren, aber nicht vollständig stoppen, urteilt Hofmann. Die Bereitschaft, Menschen ernsthaften körperlichen Schaden zuzufügen, sei die einzige Möglichkeit, eine Grenze hundertprozentig dicht zu machen. Ein Extrembeispiel sei die frühere deutsch-deutsche Grenze mit ihrem Todesstreifen. (dpa)
 

„Hier in Meßkirch hatte ich mich so gut wie gar nicht vorbereitet. Klar habe ich aktuelle Berichte gelesen. Aber wenn du dann in Malta an Bord gehst, betrittst du eine andere Welt, auf die dich nichts vorbereiten kann“, sagt Nuding. Die Abläufe seien immer dieselben: Das Schiff wird beladen, erfahrene Mannschaften trainieren mindestens eineinhalb Tage mit den Neulingen Abläufe und Rettungsmanöver, um die notwendige Routine zu bekommen. Geld bekommen sie dafür nicht, selbst die Anreise erfolgt auf eigene Kosten.

In der ersten Jahreshälfte 2017 sind nach Angaben des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen 85 000 Menschen über das Mittelmeer nach Italien gelangt. Das entspricht einem Anstieg um fast 20 Prozent in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten stammen aus Nigeria, Bangladesch, Guinea, Gambia und der Elfenbeinküste. Etwa die Hälfte von ihnen schaffte es nur mithilfe einer der neun Hilfsorganisationen, die auf dem Mittelmeer unterwegs sind. Etwa 2500 Menschen ertranken. Die Dunkelziffer ist laut NGOs deutlich höher. Von der dreifachen Zahl an Toten ist die Rede.

Während die Schleuser in den Vorjahren vorwiegend Holzboote auf das Mittelmeer schickten, werden inzwischen mehrheitlich seeuntaugliche Schlauchboote für die Überfahrt verwendet. In den meisten Fällen wird diesen, sobald sie die Grenze der libyschen Gewässer erreichen, der Motor abgeschraubt. Die Boote sind somit antriebslos und manövrierunfähig, die darin sitzenden Menschen laut internationalem Seerecht in Seenot.

Thomas Nuding (stehend) und die Crew vor Missionsbeginn am Hafen von Malta.
Thomas Nuding (stehend) und die Crew vor Missionsbeginn am Hafen von Malta. | Bild: Daniel Kempf-Seifried/sea-eye.org

Auch wenn die EU den Einsatz der NGOs lobt, sieht sie in ihnen auch einen Auslöser für den Strategiewechsel der Schleuser. Die Theorie: Würden die Hilfsorganisationen nicht entlang der libyschen Grenze fahren, würden die Schlepper auch keine minderwertigen Boote einsetzen. Die sizilianische Staatsanwaltschaft erhob den Vorwurf, dass NGOs mit Schleusern kooperieren. Transponder sollen bewusst abgeschaltet worden sein, um die Schiffsposition zu verschleiern. Auch sollen Scheinwerfer Lichtsignale in Richtung libysche Küste gegeben haben, um Schlepper auf die Rettungsschiffe aufmerksam zu machen.

„Das löst kein Vertrauen aus“, urteilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière unlängst. „Im Moment ist die Instanz, die entscheidet, wer nach Europa kommen darf, eine kriminelle Organisation: die Schlepper“, so der Minister. Bei den Menschen, die derzeit übers Mittelmeer kommen, handele es sich vermehrt um Westafrikaner, die aus wirtschaftlichen Motiven nach Europa kommen. Anders als bei Schutzbedürftigen bestehe weder in Deutschland noch im Rest der EU die Bereitschaft zu deren Aufnahme.

 
 

Das Resultat der NGO-Einsätze in Augen der Kritiker: Mehr Tote im Mittelmeer, da mehr Flüchtlinge im blinden Vertrauen auf die patrouillierenden Rettungsschiffe den Weg Richtung Italien wagen. Die EU arbeitet derzeit an einem Regelwerk für eine einheitliche Arbeitsweise der Hilfsorganisationen. Die Außenminister der EU-Staaten haben außerdem Ausfuhrbeschränkungen für Schlauchboote und Außenbordmotoren beschlossen. Statt mehr Schiffe für die Rettung der Flüchtlinge einzusetzen, finanziert die EU den Ausbau der libyschen Grenzkontrollen, sowohl an Land als auch auf See. Die Ausbildung libyscher Küstenwächter nach europäischen Standards soll zu einer effektiveren Bekämpfung der Schleuser und einer besseren Seenotrettung beitragen. Denn die meisten Menschen sterben in libyschem Gewässer, zu dem die NGOs keinen Zugang haben.

Helfer weisen Kritik zurück

Die Anschuldigung, dass ihre Arbeit Mitschuld am Anstieg der Flüchtlingszahlen tragen soll, hält Nuding für haltlos. „Nichtstun bedeutet, wissentlich Menschen sterben lassen. Das wäre zwar eine Abschreckung, aber keine Alternative“, sagt der 51-Jährige. Studien belegen, dass die Zahl der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer seit Jahren kontinuierlich steigt. Die italienische Seenotrettungs-Operation „Mare Nostrum“ war im Oktober 2014 wegen ähnlicher Vorwürfe eingestellt worden. Doch auch als vorwiegend nur Grenzsicherungsschiffe an der libyschen Küste kreuzten, die in erster Linie nach Schleusern Ausschau halten, brach der Flüchtlingsstrom aus Afrika nicht ab.

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„Solange die Fluchtursachen nicht bekämpft sind, werden die Menschen den Weg über das Mittelmeer wagen“, ist sich Nuding sicher. Mehrere Tausend Menschen hat der Meßkircher bei seinen zwei Missionen gerettet, zuletzt an den Tagen um Ostern. Der Verantwortung, die während der Einsätze auf ihm lastet, ist er sich durchaus bewusst, die Anspannung bei der Crew sei entsprechend groß. „Natürlich gibt es eine gewisse Erwartungshaltung an Bord“, räumt der Kapitän ein. Die neunköpfigen Mannschaften seien von Alter, Geschlecht und Beruf bunt durchmischt, zwischen 20 und 75 sei alles vertreten. Auch gelegentliche Reiberein blieben da nicht aus. „Da ist es die Aufgabe des Kapitäns aufkommende Spannungen abzubauen, bevor sie sich entladen.“

Eigentlich ist die Sea Eye nicht für den Transport von Flüchtlingen gedacht. Wenn jedoch <sup></sup>kein größeres Schiff für die Bergung in der Nähe ist, finden die <sup></sup>Menschen auch kurzfristig an Bord der Sea Eye Schutz.
Eigentlich ist die Sea Eye nicht für den Transport von Flüchtlingen gedacht. Wenn jedoch kein größeres Schiff für die Bergung in der Nähe ist, finden die Menschen auch kurzfristig an Bord der Sea Eye Schutz. | Bild: Daniel Kempf-Seifried/sea-eye.org

Viel Zeit für Streit gebe es aber ohnehin nicht. Während der Schleuser-Saison von April bis November legen bei günstigen Wetterverhältnissen täglich mehrere Schlauchboote in Libyen ab. „Wenn ein Funkspruch der Seenotrettungsleitstelle in Rom kommt, sind alle in Alarmbereitschaft“, erklärt Nuding. Theoretisch seien auch eigene Sichtungen durch die Hilfsorganisationen möglich, durch die strikte Einhaltung des nicht Befahrens der Zwölf-Meilen-Zone vor Libyen aber selten.

 

Der Verein Sea Eye

Sea Eye ist eine private Hilfsorganisation, die 2015 von Michael Buschheuer in Regensburg gegründet wurde. Zweck des Vereins ist die Rettung von Schiffbrüchigen, in erster Linie Flüchtlingen im Mittelmeer vor der libyschen Küste. Die Hilfsorganisation ist im Besitz zweier Schiffe, der Sea Eye und seit März 2017 der baugleichen Seefuchs. Der Verein ist für seine Arbeit jährlich auf rund 500 000 Euro Spenden angewiesen, die Mitglieder arbeiten auf den Rettungs-Missionen ehrenamtlich. Seit der Gründung gab es 27 Missionen, bei denen rund 12 000 Menschen gerettet wurden. (jel)

 

Dann läuft die routinierte Rettungsmaschinerie der Sea Eye an. Ein mit Rettungswesten beladenes Schnellboot fährt zu den Schlauchbooten und sondiert die Lage. Gibt es Verletzte? Sind Kinder an Bord? Diese Daten werden nach Rom weitergegeben. „Wenn die Menschen nicht akut vom Ertrinken bedroht sind, alarmieren wir ein größeres Schiff, das die Leute aufnehmen kann“, erklärt Nuding. Die Sea Eye ist nicht für den Transport so vieler Menschen geeignet – was nicht heißt, dass nicht auch Nuding schon mehrere Hundert Flüchtlinge an Bord nehmen musste. „Bei schwachem Seegang können wir bis zu 300 Menschen aufnehmen. Dann darf aber auch nichts passieren, sonst kentern wir“, erklärt der Kapitän.

Einsätze sind keine Lösung

„Ich entscheide mich dafür, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Nur so wird ein Schuh draus“, sagt Nuding. Bei aller Sachlichkeit, in der er seine Erlebnisse schildert, hält er an dieser Stelle kurz inne, zieht an der zweiten Zigarette. „Es gibt Leute, die fahren einmal mit und dann nie mehr. Wer das regelmäßig machen will, muss rational denken und entscheiden, sonst funktioniert das gar nicht.“ Das Scheitern gehöre dazu. „Da ist man bestürzt und traurig. Aber man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass man in dieser Zeit andere Sinkende gerettet hat“, erklärt er knapp.

Die Reaktionen der Geretteten reiche von überglücklich bis apathisch. Dass der Einsatz der NGOs keine endgültige Lösung für die Flüchtlingsproblematik am Mittelmeer sein kann, weiß Nuding. „Wir können das Leid nur mittelfristig lindern. Aber würden wir Tausende ertrinken lassen und mit dieser Abschreckung die Flüchtlingsströme unterbinden, besteht für die politischen Entscheidungsträger nicht mehr die Notwendigkeit, irgendwas zu ändern. Ohne Druck bewegt sich nichts.“

Er kann sein Glück kaum fassen – der junge Mann ist einer von 12&nbsp;000 Menschen, die Sea Eye bereits aus dem Mittelmeer rettete.
Er kann sein Glück kaum fassen – der junge Mann ist einer von 12 000 Menschen, die Sea Eye bereits aus dem Mittelmeer rettete. | Bild: Daniel Kempf-Seifried/sea-eye.org

Wie lange er noch als Kapitän anheuern will? „Solange es nötig ist“, sagt er. Nuding ist ledig, hat keine Kinder, die daheim auf ihn warten. Am Abend hält er einen Vortrag im Meßkircher Feuerwehrhaus, um Spenden für ein Rettungsfloß zu sammeln. Er ahnt noch nicht, dass zehn Mitglieder der nationalistischen Identitären Bewegung die Veranstaltung stören und ihn einen Heuchler nennen werden. Seit Juli ist die Organisation selbst mit einem Schiff auf dem Mittelmeer, um, wie auf der Facebook-Seite der Bewegung zu lesen ist, den „NGO-Wahnsinn“ zu bekämpfen.

Der Gegenwind, der Nuding und anderen Flüchtlingshelfern entgegenschlägt, bringt ihn nicht von seinen Überzeugungen ab. „Wer mich als Fluchthelfer bezeichnet, dem entgegne ich: Lieber Fluchthelfer als Straftäter. Denn die Leute ertrinken zu lassen oder nach Libyen zurückzubringen, wären Straftaten“, schließt er, drückt die Zigarette aus und greift die Sea Eye-Spendendose. Im Oktober wird er wieder als Kapitän der Sea Eye auf dem Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten.