Vier Jahre lang, von der Europameisterschaft 2008 über die Weltmeisterschaft 2010 bis zur Europameisterschaft 2012, war der spanische Fußball dominierend. Ballbesitz, Überzahl am Ball, den Gegner mürbe spielen, mit Kurzpässen und, sobald sich die Chance ergibt, den Vertikalpass in die Schnittstellen, um hinter die Verteidigungslinie des Gegners zu kommen. Iniesta, Xavi, Busquets, Fabregas – Namen, die für hohe Fußballkunst stehen. Die deutsche Nationalelf hat sich unter Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls in diese Richtung entwickelt – und war 2014 dann zur Stelle, als die Spanier baden gingen.

Die EM 2016 wurde erstmals mit 24 Teilnehmern gespielt Durch einen neuen Modus kamen vier der sechs Gruppendritten ebenfalls weiter, was dazu führte, dass sich einige der besseren Teams in der Vorrunde schonten und nicht das brachten, was sie bringen können. Die Folge: Etliche Gruppenspiele hatten eher bescheidendes Niveau.

Das Turnier brachte im Vergleich zu spanischen und deutschen Hoch-Zeiten wieder anderen Fußball – freilich nichts Neues, sondern Altbekanntes, das an Bedeutung verloren hatte: Großer Fokus auf Defensive, mehr Tore nach Standards und ein Ein-Stürmer-System. Viele Teams agierten defensiv, weil sie nicht stark genug waren. Aber auch in Duellen auf Augenhöhe – etwa Italien – Deutschland oder Frankreich – Deutschland – war eine stabile Defensivordnung oberstes Gebot. Die Folge: Torarmut! Wir haben Frank Wormuth, dem Chefausbilder der deutschen Fußballlehrer, mit sieben Erkenntnissen und Thesen konfrontiert.


1. Erkenntnis und These: Laut EM-Analyse der Technischen Kommission der Uefa wurden auf einmal wieder mehr Flanken geschlagen. Auch von der deutschen Mannschaft, aber es sind nur gerade mal 20 Prozent beim eigenen Mitspieler angekommen. Das ist ein schlechter Wert, weil jahrelang das Kurzpassspiel das Nonplusultra war, die Flankerei führt zu nichts.

Frank Wormuth: Langsam, langsam, Flanken sind nicht gleich Flanken. Da müsste man erst mal analysieren, aus welchem Bereich sie geschlagen wurden. Wenn sie aus dem Halbraum, also aus dem Mittelfeld oder zumindest noch einiges vom Strafraum entfernt geschlagen werden, ist es schwierig, die Bälle so zu platzieren, dass sie wirklich torgefährlich sind. Die beste Flanke ist die, die in den Rücken der Abwehr fällt, aber wie das schaffen, wenn die gegnerische Defensive tief steht, sich also ganz weit zurückgezogen hat und wenig Platz ist zwischen den Verteidigern und dem Torwart. Die Abwehrspieler haben es da einfacher als die Stürmer, weil sie das Spielgeschehen vor sich haben und der Angreifer im Rücken. Für ihn ist es besser, wenn die Flanke von der Grundlinie kommt und damit weg vom Torwart und hin zum Stürmer fliegt. Wir Trainer nehmen das so wahr, aber es ist eine subjektive Wahrnehmung.

2. Erkenntnis und These: Der Trend zum Ein-Stürmer-System setzt sich fort. 18 der 24 Trainer vertrauten auf ein System mit nur einer Spitze – schon alleine deshalb fliegen aber viele Flanken ins Niemandsland. Die Mannschaften müssten also mehr, mindestens zwei, nominelle Stürmer haben.

Frank Wormuth: Nehmen wir die deutsche Nationalelf. Die spielt bevorzugt in einer 4-2-3-1-Formation, also vier Spieler in der Abwehr, davor zwei im defensiven Mittelfeld und drei im eher offensiv orientierten Mittelfeld, und dazu ein Mittelstürmer. Das bedeutet, dass bei einer Flanke, zum Beispiel von einem der äußeren Mittelfeldspieler, drei Spieler in die Box, wie es so schön für Strafraum heißt, reingehen. Also können potenziell drei Spieler auch zum Kopfball kommen. Wenn mit zwei Spitzen gespielt wird, zum Beispiel 3-5-2 oder 4-4-2, dann sind es ja zunächst nur zwei Spitzen – oder auch wieder drei, wenn einer der Mittelfeldspieler mit vorne reinstößt. Ihre These hebt vermutlich darauf ab, dass es sich bei zwei Stürmern um zwei besonders kopfballstarke Fußballer handelt. Die aber könnten sich gegenseitig die Räume wegnehmen, deshalb wird man allenfalls in Notsituationen, etwa bei einem Rückstand, so eine Möglichkeit in Betracht ziehen. Besser ist eine sogenannte Keilspitze und andere Spieler, die mit in die vorderste Linie gehen.
Nur wenn die Keilspitze vornedrin stets alleine wäre, müsste an der Philosophie des Spiels etwas verändert werden.

3. Erkenntnis und These: Die sogenannte Falsche Neun, also ein Mittelstürmer, der eigentlich gar keiner ist, sondern eher ein offensiver Mittelfeldspieler, ist ein Muster ohne Wert.

Frank Wormuth: Von der Falschen Neun hat 2012 bei der EM in Polen und der Ukraine der damalige spanische Nationaltrainer del Bosque erstmals gesprochen. Vielleicht war es auch ein Übersetzungsfehler vom Spanischen ins Deutsche. Seither wurde immer von der Falschen Neun gesprochen, ich als Leiter der Fußballlehrerausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie des DFB kämpfe dafür, solche Begriffe zu vermeiden.

Ich mag keine negativen Ausdrücke im Fußball. Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, hat mal von einer Schwimmenden Neun gesprochen, einem Angreifer, der sich zwischen den Reihen bewegt. Diese Position gibt es im Fußball schon sehr lange. In den Siebziger Jahren war der dieses Jahr verstorbene Johan Cruyff eine Schwimmende Neun, ein Mittelstürmer, der sich bis ins Mittelfeld zurück bewegte und dort das Spiel auch maßgeblich gestaltete. Und, Ältere wissen das: Der Ungar Nándor Hidegkuti spielte bei der WM 1954 auch diese Rolle. Also ist das nichts Neues.

Es geht darum, dass die Neun sich nicht nur an der vorderen Linie festhält, sondern überall bewegt und, jetzt kommt das Entscheidende, andere Spieler auf seine eigentliche Position im Sturmzentrum hineinstoßen. Das ist zum Beispiel bei der deutschen Mannschaft der tiefere Sinn, einen Mario Götze vorne reinzustellen, damit plötzlich ein Thomas Müller, ein Mesut Özil oder ein Marco Reus dort auftaucht. Das ist sehr variabel und hat eben nicht ausgedient. Wir in der Ausbildung sprechen auch von einer Variablen Neun und meinen immer die Position Neun und nicht die Person mit der Nummer Neun oder was auch immer auf dem Rücken des Mittelstürmers steht. Nur der Volksmund spricht immer von der Person, deshalb auch so oft so viele Diskussionen. Damit das mal klargestellt ist. (lacht)

4. Erkenntnis und These: Je defensiver die Grundausrichtung ist, desto wichtiger werden die Standards. Bei der EM stieg diese Trefferquote von 21 Prozent (2012) auf 30 Prozent und 19 der wichtigen ersten Tore eines Spiels fielen auf diese Weise. Darauf wird zu wenig Wert gelegt und muss viel mehr Trainingsinhalt werden als bisher.

Frank Wormuth: Wenn Sie eine Vorbereitungszeit haben von drei bis vier Wochen, dann haben Sie genug Möglichkeiten, auch die Standards zu trainieren. Das A und O ist der Schütze. Es nutzt nichts, wenn ich hervorragende Kopfballspieler habe, aber der Ball kommt in den Strafraum geflattert und hat Schnee auf dem Ball – für die Laien: in zu hohem Bogen geschlagen. Wenn sie den Schützen haben, sind das schon mal 50 Prozent des guten Standards. Und dann können Sie Varianten einstudieren. Man kann zum Beispiel in den Weg des Gegners laufen und ihn da blocken, wo er hinwill. Man kann auch sehr gut Räume freilaufen für einen, der noch gar nicht im Geschehen ist und dann genau diesen freien Raum nutzt. Aber es stimmt: Das wird mir ein bisschen zu wenig gemacht im Profibereich.

Der SC Freiburg etwa hat da schon revolutionär gearbeitet. Streichs Co-Trainer Lars Vossler war vor Jahren bei uns in der Trainer-Tagung der Juniorenteams in Berlin und hat dargestellt, wie der SC Freiburg seine Standards macht. Das war ein Wettbewerb der Spieler untereinander, die selbst Standards kreiert haben. Es ist interessant, den Spielern mehr Verantwortung zu geben, da kommen auch ein paar tolle Sachen raus. Das haben dann die Junioren-Nationalmannschaften übernommen und darüber hinaus dann auch die A-Nationalmannschaft.

Als ich noch U-20-Nationaltrainer war, hatten wir am Ende zwölf Standardsituationen, eine hieß „Bauch“, eine „Fullhouse“, eine andere „Traube Fünf“, und so weiter. Die haben wir einstudiert, das macht Spaß und ist nützlich, weil es die einzige Situation im Spiel ist, in der wir alleine bestimmen können, was passiert, weil der Gegner wirklich auf uns gucken muss. Einen guten Plan bei den Standards zu haben, gibt ein gutes Gefühl.

5. Erkenntnis und These: Durch den Defensivfokus vieler Teams ist der weite Pass wieder ein probates Mittel. Alle 24 Teams spielten mindestens zehn Prozent ihrer Pässe über lange Distanz, Deutschlands Quote war bei zwölf Prozent – 2012 lag noch ein Drittel der Mannschaften unter dieser Marke. Das hat was von kick and rush.

Frank Wormuth: Dass bei der EM vermehrt lange Pässe geschlagen wurden, lag auch daran, dass Mannschaften sich nach eigenen Angriffen sehr schnell zurückzogen, gut organisiert und schwer auszuspielen waren. Deswegen wurde bei Balleroberung oft direkt in die Spitze gespielt, um die geöffnete Position des Gegners, um die Räume, die da entstehen, zu nutzen. Wenn diese Räume mal geschlossen sind, ist schwer durchzukommen. Die Kunst ist, die Balance zu finden zwischen schnellem Kombinationsspiel oder eben durch einen lang geschlagenen Ball in die Spitze zu kommen. Beides zu beherrschen, zeichnet Spitzenmannschaften aus und hat mit kick and rush im ursprünglichen Sinne nichts zu tun.

6. Erkenntnis und These: Beim der EM 2012 fielen noch 46 Prozent aller Tore aus dem Spiel heraus nach Kontern, in Frankreich wurde dieser Wert exakt halbiert (23 Prozent). Der Hang zur Defensive verhindert Kontersituationen und damit Tempo im Spiel. Das trägt dazu bei, dass die Spiele statischer, langsamer und oft langweiliger werden.

Frank Wormuth: Das stimmt so nicht. Der erste Punkt ist das sogenannte Gegenpressing. Das heißt, wenn der Ball verlorengeht, wird sofort attackiert und somit der Konter verhindert, auch wenn das nicht das eigentliche Ziel des Gegenpressings ist. Alleine dadurch wurde eben die Konteranzahl reduziert. Der zweite Punkt ist, dass nach Ballverlust viel schneller umgeschaltet wird wie zum Beispiel früher. Und vor allem schalten mindestens acht Spieler um, was bedeutet, dass der Konter nicht immer auch abgeschlossen werden kann. Und ich hätte noch einen dritten Punkt: Bereits schon im Angriffsverhalten wird die Struktur der Mannschaft hinter dem Ball so aufgebaut, dass etwaige Konter nicht erfolgen können. Aber das zu erklären, würde den Rahmen hier sprengen.

7. Erkenntnis und These: Alle Wege führen nach Rom, viele zum Tor. In diesem Zusammenhang ist das Wort Packing aufgetaucht – die neue Methode, entwickelt von den Bundesligaprofis Stefan Reinartz und Jens Hegeler, misst, wie viele Gegner mit einem einzigen Pass oder einer flüssigen Kombination überspielt werden und sagt: je mehr, umso effektiver und torrelevanter. Das heißt, man misst nicht mehr in Ballbesitz, in gewonnenen Zweikämpfen, sondern in überspielten Gegnern, vor allem Verteidigern. In der Analyse der Uefa-Fachleute kommt Packing nicht vor, im Fußball sind also noch nicht alle Fachleute auf dem neuesten Stand.

Frank Wormuth: Das stimmt – aber nicht für alle. Wir haben das Packing in der Lehre, in der Ausbildung der angehenden Fußballlehrer logischerweise drin. Wir haben Stefan Reinartz sofort eingeladen, um uns seine Methode darzustellen. Das hat er gut gemacht, es ist interessant. Aber – Achtung – es ist eine Möglichkeit, im Nachhinein festzustellen, wie man gewonnen hat und warum man gewonnen hat. Dass man möglichst alle Gegner überspielen muss, um zu gewinnen, ist nichts Neues, sondern logisch, weil uns der Gegner ja nicht freiwillig den Platz gibt. Neu ist nur, im Nachhinein den Beweis zu bekommen, dass durch eine erhöhte Packingrate, also das Überspielen von Spielern bzw. Linien, eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, auch als Sieger aus dem Spiel zu gehen. Das Problem: Ich kann jetzt zwar den Beweis führen, dass drei weite Bälle mit sechs überspielten Gegnern am Ende zum Tor geführt haben, aber das garantiert noch keinen Sieg. Was machen wir mit den Messis dieser Welt, die alle Gegner überdribbeln und dabei noch Tore erzielen. Da nutzt die beste Packingrate nichts. Sie sehen, alles ist relativ.

8. Erkenntnis und These: Die Erhebungen der Uefa-Experten lassen sich alle nachvollziehen, Wegweiser für die Weiterentwicklung des Fußballs sind sie aber nicht. Am Ende ist es so: Mal wird offensiver, mal defensiver gespielt, immer hängt es von der Qualität der Spieler ab, der Fußball ist wie Mode, irgendwann kommt alles wieder.

Frank Wormuth: Unsere Ausbilder gehen zu jedem großen Event und haben danach eigene Erkenntnisse. Unser Wissen fließt logischerweise in die Ausbildung und Fortbildung ein. Wir haben zum Beispiel schon vor Jahren gesagt, dass die Dreierabwehrkette immer mehr kommen wird. Aber in der Ausbildung können wir nie sagen, jetzt ist gerade das oder das der Trend und das dann forcieren. Wir müssen alles anbieten, also Dreier-, Vierer-, Fünferkette. Oder auch die Siebenerkette, die die Holländer bei der WM in Brasilien spielten.

Wir Ausbilder wissen, was sich in den letzten 100 Jahren so entwickelt hat. Und dann gucken wir, wie es weitergehen könnte, wie sich das Spiel von morgen entwickeln wird, und diskutieren darüber. Wenn ich als Moderator arbeite, grinse ich immer, weil ich sage, wir reden eigentlich immer vom Gleichen.

Beispiel Raumdeckung, jahrelang ein Muss – und nun? Wir sehen beispielsweise selbst bei einem SC Freiburg schon wieder extreme Manndeckung. Hannes Wolf, der neue Trainer des VfB Stuttgart, ist mit Dortmunds U 19 Deutscher Meister geworden mit Manndeckung über den ganzen Platz. Und das, obwohl alle sagen, das ist doch nicht modern.

Modern ist relativ. Wenn es erfolgreich ist, passt es. Der Fußball wird in fünf Jahren genauso sein wie jetzt, um Nuancen vielleicht anders. Vielleicht werden wir nur noch offensiv draufgehen, vielleicht werden wir nur noch defensiv stehen, aber das haben wir auch schon alles gehabt. Ja, der Modevergleich ist nicht falsch, alles, was wir heute sehen, war schon mal da, es kommt nur in anderen Kleidern. Genau deshalb bieten wir auch die Geschichte des Fußballs an und aus dem ganzen Potpourri an Wissen müssen die Trainer ihre eigenen Ideen für die Zukunft entwickeln.
 

Gehobenes Fußballlatein

Wenn ein Fußballfachmann wie Frank Wormuth über seine Sportart spricht, sind natürlich jede Menge Fachbegriffe dabei. Für Fußballer ist alles klar, für Laien freilich nicht. Eine Hilfestellung:

  • Schnittstellen: Lücken im Abwehrverbund einer Mannschaft, die dem Gegner das Vorstoßen in den Rücken der Verteidigung ermöglicht.
  • Standard: Alle Situationen, in denen der Ball aus einer ruhenden Position gespielt wird: Freistoß, Eckball, Elfmeter, beim Tormann der Abstoß. Besondere Bedeutung haben Freistoß und Eckball, ein Elfmeter sollte ohnehin verwandelt werden.
  • Flanke: Ball, der von der Seite in den Strafraum geschlagen wird; entweder von hinten (Halbfeld) oder (meist besser) von der Grundlinie aus; Flanken mit viel Effet werden auch Bananenflanken genannt.
  • Spitze/Keilspitze/Stoßstürmer: Vorderster Angreifer, auch Mittelstürmer genannt.
  • Falsche/Schwimmende/Variable Neun oder auch Hängende Spitze: Mittelstürmer, der die Position nominell besetzt, aber nicht stur im Sturmzentrum (Strafraum) agiert, sondern sich überall in der Offensive bewegt und so Räume schafft für stürmende Mitspieler.
  • Dreier-/Vierer-/Fünfer-/Siebener-Kette: Abwehrformationen mit entsprechender Anzahl an Verteidigern.
  • kick and rush: Der Begriff (englisch, sinngemäß: schießen und stürmen) bezeichnet eine Spielweise, bei der der Ball aus der Verteidigung hoch und weit in die gegnerische Hälfte geschlagen wird. Vorteil: kein langwieriges Aufbauspiel erforderlich; Nachteil: kann wegen langer Flugzeit des Balls leicht abgewehrt werden.
  • Gegenpressing: Sofortiges Attackieren des Gegners nach eigenem Ballverlust; soll als Defensivmaßnahme Gegenangriff verhindern, wird bei Erfolg auch sofort zum Offensivmittel.
  • Konter: schneller Gegenstoß nach Ballgewinn.
  • Umschaltspiel: Wechsel von Defensive auf Offensive und umgekehrt.
  • Packing: Methode zur Messung von mit einem einzigen Pass überspielten Gegnern – je mehr umso besser die Packingrate. (tim)

Zur Person

Frank Wormuth kam am 13. September 1960 in Berlin zur Welt, seine Kindheit verbrachte er in Baden.

  • Stationen als Spieler: Offenburger FV (1978-82), SC Freiburg (1982/83), Hertha BSC (1983-86), Freiburger FC (1986-89); Spielertrainer beim FV Nimburg und FC Teningen (1993-98).
  • Stationen als Trainer: Fenerbahçe Istanbul (1998/99, Co-Trainer von Joachim Löw); SC Pfullendorf (1999-2001); FV Ravensburg (2001/02); SSV Reutlingen (2002/03); 1. FC Union Berlin (2004); VfR Aalen (2005/06).
  • In der Region: Ab Sommer 1999 trainierte Frank Wormuth den SC Pfullendorf und erreichte mit dem Linzgau-Club Platz zwei in der Regionalliga Süd und die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Da scheiterte er mit dem SCP an LR Ahlen (1:1) und Union Berlin (1:3). Im März 2001 trennten sich der SC Pfullendorf und Wormuth, der danach noch eine Saison lang beim FV Ravensburg tätig war.
  • Aktuell: Seit 2008 leitet Wormuth die Fußballlehrerausbildung beim Deutschen Fußball-Bund an der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln. Von 2010 bis 2016 war er zusätzlich Trainer der U-20-Nationalelf. (SK)