• Rot an der Rot: Einmal im Jahr befindet sich der kleine Ort Rot an der Rot im Ausnahmezustand. Dann, wenn er das angeblich „schönste Fest Oberschwabens“ feiert. Pferdegeschirr, alte Waffeleisen, Bücher, Comic-Hefte, Puppen, Spielzeugautos, Rollschuhe, alte Stereoanlagen – jedes Jahr mutiert das Dorffest am zweiten Augustwochenende zu einem Basar, auf dem die Besucher abstauben können, was andere Jahre lang in ihren Kellern haben verstauben lassen. Einige Schätze werden da stets entdeckt. Historisches Spiel, Blasmusik und leckere Dorffest-Küche runden das Spektakel ab.

  • Ulm: Hübsche Kurven, edle Schlitten: Seit 1979 haben Oldtimerfans, Motorradbegeisterte und Liebhaber historischer Landtechnik am ersten Mai-Wochenende nur ein Ziel: Die Technorama auf der Ulmer Messe. Einzelteile finden, Sammlerfahrzeuge bestaunen – vielleicht kaufen –, Sonderschauen, Clubstände und viel Fachsimpeln unter Gleichgesinnten gehören dazu.

  • Riedlingen: Ebenfalls im Mai – am dritten Samstag – landen in Riedlingen Besonderheiten vergangener Zeiten auf den Flohmarkttischen. Der Riedlinger Flohmarkt gilt als der älteste und größte in Süddeutschland und protzt mit einzigartigem Ambiente: Die Stände schlängeln sich durch die engen Gassen der Innenstadt. Dazu gibt’s Musik, Essen und ein Flohmarkttheater.

    Alter Kram oder unbezahlbare Dekostücke? Flohmarkt-Fans wissen es genau. Bild: osterland – stock-adobe.com
    Alter Kram oder unbezahlbare Dekostücke? Flohmarkt-Fans wissen es genau. Bild: osterland – stock-adobe.com
  • Ulmer Friedrichsau: An der Donau auf die Jagd gehen: Ende Mai und Mitte Juni, wenn das Ulmer Zelt wieder steht, schlägt in der Ulmer Friedrichsau die Stunde der Flohmarkt-Besessenen. Im Mai bekommen vor allem die Kinder große Augen bei der Fülle an Spielsachen, mit denen der Kinderflohmarkt aufwartet. Im Juni, beim Erwachsenenflohmarkt, dürfen dann auch Mama und Oma ihre Augen aufreißen und ihre Beute mit nach Hause schleppen.

  • Esslingen: Nachtflohmarkt: In Esslingen gibt es sogar zwei Märkte, auf denen man sich herumtreiben kann. Den wunderschönen Altstadt-Flohmarkt am Blarerplatz, einmal im Monat nachmittags. Und immer einmal im Juli an derselben Stelle der beliebte Nachtflohmarkt, der von 18 bis 23 Uhr, während lauer Sommerabendstunden, zum Einkaufen einlädt.

  • Freiburg: Eine Besonderheit unter den Flohmärkten ist der Freiburger „Outdoor Wiehre Flohmarkt“, in der Urachstraße 40. Von März bis Oktober kann man jeden dritten Samstagnachmittag im Monat alle möglichen Artikel kaufen, die wichtig für das Leben vor der Haustüre sein können.

  • Konstanz-Kreuzlingen: 24 Stunden, 2 Länder, 9 Kilometer, 1 Flohmarkt: Weit und breit berühmt ist der Flohmarkt, der sich von Konstanz bis in die Schweiz erstreckt, ins angrenzende Kreuzlingen. Extrem lang – 24 Stunden – kann man hier stöbern und feilschen vor traumhafter Kulisse, in der Altstadt, am See und am Rheinufer. Der Flohmarkt mit seinen mehr als 1000 Ständen findet dieses Jahr am 9. und 10. Juni statt und zieht Besucher aus aller Welt an. Die Sondermärkte für Schallplattensammler, Modelleisenbahn- und Spielzeugauto-Fans und für Selbstgemachtes sind dabei besonders beliebt. Weitere Flohmärkte in Konstanz findet man jeden zweiten Sonntag im Monat an der Max-Stromeyer Straße 22A. Als Konkurrenz-Trödel gibt es in der Max-Stromeyer Straße 55 am selben Tag noch einen anderen.

    Konstanz, Laube, 9. und 10. Juni: Feilschen noch bei Kerzenschein in atemberaubender Kulisse ist hier möglich. 24 Stunden Flohmarkt (rund um die Uhr) inmitten der Konstanzer Altstadt bieten rund 1000 Stände auf über 14 Laufkilometern auf. Ab 23. Januar können zunächst Einheimische einen Stand reservieren.
    Konstanz, Laube, 9. und 10. Juni: Feilschen noch bei Kerzenschein in atemberaubender Kulisse ist hier möglich. 24 Stunden Flohmarkt (rund um die Uhr) inmitten der Konstanzer Altstadt bieten rund 1000 Stände auf über 14 Laufkilometern auf. Ab 23. Januar können zunächst Einheimische einen Stand reservieren. | Bild: Aurelia Scherrer
  • Antikflohmärkte: Auf der Ludwigsburger Antikmeile am Marktplatz erstehen Jäger und Sammler regelmäßig echte Koryphäen. Der Antikmarkt in Reutlingen lockt jeden vierten Samstag in die Metzgerstraße, in Schwäbisch Gmünd findet an drei Samstagen im Jahr ebenfalls einer statt und in Baden-Baden kommen Antikliebhaber jeden zweiten Sonntag im Monat im „Gewerbepark Cite 7“ auf ihre Kosten. Höchste Zeit für einen Besuch wird es auch auf dem Markt in der Ettlinger Schlossgartenallee. Er findet allerdings spät statt, erst am zweiten Dezemberwochenende.

  • Paris: Der Marché aux Puces de Saint-Ouen Clignancourt ist der älteste Flohmarkt Frankreichs und bietet 3000 Stände in 15 verschiedenen Bereichen (Metro: Porte de Clignancourt). Hier gibt es Antiquitäten aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, aber auch Schmuck und Sammlerstücke. Öffnungszeiten: Samstag 9 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr, Montag 11 bis 17 Uhr. Die Buchhändler entlang des Seine-Ufers mit ihren verschließbaren Bücherkisten sind immer da.

  • Madrid: Der „Rastro“ ist ein traditionsreicher Flohmarkt auf der Calle Ribera de Curtidores im Viertel Embajadores. Immer sonn- und feiertags lässt es sich von ca. 9 bis 15 Uhr herrlich bummeln. Zu kaufen gibt es nicht nur gebrauchte Dinge aus früheren Zeiten, sondern auch Antikes, allerlei Kuriositäten wie Gasmasken, Vogelkäfige, natürlich bunte Fächer und die typisch spanische, weiß-blaue Keramik. Metro: La Latina.

  • Brüssel: Die Belgier sind flohmarkt-verrückt. In der Hauptstadt eine Institution ist der Flohmarkt am Place du Jeu de Balle. Es gibt ihn seit de Jahr 1873 und er findet jeden Tag statt. Zu finden ist alles: von edlen Stücken bis zu Kitsch und Kram. Touristen sollten wegen der hohen Preise aufpassen, damit sie nicht zu viel für den Barock-Stuhl oder das Chippendale-Silber hinblättern.