Thema & Hintergründe

Gedächtnis der Region: 70er Jahre

Wie sah das Leben in unserer Region in den 70er Jahren aus? In unserer Serie „Gedächtnis der Region“ schauen wir uns die Bodenseeregion, den Hochrhein und den Schwarzwald an und zeigen Ihnen, was sich verändert hat. Beispielsweise wurden Fahrkarten für Bahnreisende noch von Hand geschrieben.
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Heiligenberg So rauften sich Heiligenberg, Wintersulgen und Hattenweiler nach der Gemeindereform zusammen
„Gedächtnis der Region“ Als in den 70er Jahren die Gemeindereform anstand, wollten die selbstständigen Gemeinden Hattenweiler und Wintersulgen nicht zu Heiligenberg gehen. Vor allem in Wintersulgen hielt sich der Widerstand lang. Erst als Heiligenberg den beiden Gemeinden Zugeständnisse machte, stimmten dort die Verantwortlichen mehrheitlich für einen Zusammenschluss. Heute sind aus den Gegnern längst Freunde unter einem gemeinsamen Ortsschild geworden. In unserer Serie blicken wir auf die Anfänge zurück.
Die erste Sitzung des neuen Gemeinderats nach der Gemeindereform fand 1975 im Festsaal des Schlosses statt, weil im alten Rathaus der Platz für das nun deutlich größere Gremium nicht ausreichte.
Meßkirch Geschenke zur Eingemeindung: Was die Gemeindereform den ehemals selbstständigen Kommunen rund um Meßkirch brachte
Gedächtnis der Region: Die Eingliederung nach Meßkirch in den 1970er Jahren war für die Kommunen ein hoch emotionales Thema. Während einige sich freiwillig eingemeinden ließen, klagten andere dagegen – vergeblich. Profitiert haben die Kommunen jedoch letztlich alle in gewisser Weise von dem Zusammenschluss.
Die Benzenburghalle in Rohrdorf wurde am 25. Januar 1976 eingeweiht. Die Pläne waren schon älter, konnten aber aus finanziellen Gründen erst nach der Eingemeindung nach Meßkirch verwirklicht werden. Ringgenbach erhielt erst 1981, Menningen 1982, Rengetsweiler 1991 (Randenhalle) ein neues Gemeindehaus, noch später Langenhart und zuletzt Heudorf (2018). In allen Orten war die Eigenleistung der Bewohner gefragt, um die Kosten niedrig zu halten
Meßkirch Bauen für die neue Heimat
Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim Conrad-Gröber-Haus, neue Wohnbaugebiete: In den 70er Jahren wurden in Meßkirch viel neu gebaut, umgebaut, auch abgerissen. Zeitweise waren an den Bauprojekten 300 Arbeitskräfte aus der Region zeitgleich beschäftigt. Daran erinnert unsere Serie „Gedächtnis der Region“.
Der Anbau an das damalige Krankenhaus (links) wurde 1978 abgerissen und neu erstellt. Der Caritasverband Sigmaringen installierte hier das Conrad-Gröber-Haus als Alten- und Pflegeheim.
Rhina Das Alte Rathaus in Rhina: Ein besonderes Gebäude mit einer besonderen Geschichte
Gedächtnis der Region: Das alte Rathaus in Rhina war schon Heimstadt für Kinder, Jugendliche und die Laufenburger Schützen – und in den 70ern auch für eine Männer-WG. Raimund Huber, früherer Bewohner, erzählt, welche Erlebnisse er mit dem Haus mit der markanten Turmuhr verbindet.
Das Rathaus in Rhina hat seit seinem Bau 1876 schon viele Menschen unter seinem Dach beherbergt. Das Bild zeigt das Rathaus in den 70er Jahren.
Meßkirch Als die Stadt eine Kläranlage bekam
Gedächtnis der Region: Sickergrube statt Kanalisation. Das war in Meßkirch bis in die 1970er Jahre in vielen Häusern Realität. Dann begann die Stadt mit dem großangelegten Umbau des Wasser- und Abwasser-Systems.
So sah der Neubau der Kläranlage im August 1978 aus. 1980 konnte sie den Betrieb aufnehmen.
Bilder-Story So sahen Orsingen und Nenzingen in der 70ern aus der Luft aus
Gedächtnis der Region: Das alte Rathaus aus der Luft, später den Neubau und verschiedene Ansichten wie es sie heute nicht mehr gibt, zeigen Luftbilder aus den 1970ern von Orsingen-Nenzingen aus dem SÜDKURIER-Archiv.
Juni 1975: In der Mitte ist St. Ulrich in Nenzingen zu sehen. Rechts kommt die Straße von Stockach und die Bahnschienen verlaufen dort.
Radolfzell Schöne neue Unterrichtswelt in Radolfzell
Gedächtnis der Region: Das Gymnasium Radolfzell zog nach den Weihnachtsferien im Schuljahr 1972/1973 in das neue Schulhaus um.
1973: Der östliche Eingangsbereich des neuen Gymnasiums nach der Eröffnung 1973. Vor dem Eingang verkauft der Bäcker aus seinem VW-Bus Brezeln, Brötchen und Milch. Links ist die Unterseesporthalle zu sehen.