Thema & Hintergründe

70 Jahre Bundesrepublik

Hier finden Sie interessante Artikel aus der Region zu 70 Jahren Grundgesetz und Bundesrepublik.
Neueste Artikel
Teil 1 Vom Trümmerland zum Wirtschaftswunder: Das Leben in der Region zwischen Währungsreform und frühen Adenauer-Jahren
Vor 70 Jahren, am 23. Mai 1949, hoben in Bonn wenige Politiker die Bundesrepublik Deutschland aus der Taufe. Am Alltag der Menschen änderte das zunächst wenig. Wie aber sah der aus? Der SÜDKURIER hat seine Leser gebeten, der Redaktion Fotos aus den frühen Jahren zwischen 1948 und 1952 zu schicken. Folge 1 unserer 6-teiligen Serie zeigt Motive aus dem Leben der Kinder zwischen Schulspeisung und Kühe hüten.
Vollgas: In der Seifenkiste sitzt Horst Barth aus Singen als 10-jähriger Bub beim Kärrelesrennen im Oktober 1949. Er machte den ersten Platz und bekam dafür einen Fotoapparat
Folge 2 Mit heiler Haut durch die Chaos-Jahre: Kriegsheimkehrer, Barackenlager und der Aufbruch aus dem Trümmerland
Millionen von deutschen Männern saßen 1945 in Kriegsgefangenschaft. Die Pech hatten und nach Russland kamen, kehrten meist erst in ihre Heimat zurück, als der Aufbruch 1948/49 in vollem Gang war. Nur die Vertriebenen hatten ein vergleichbar schlechtes Los gezogen und obendrein ihre Heimat verloren. Wie viele von ihnen zunächst in Baracken leben mussten, zeigen Leser-Fotos der Folge 2 unserer Serie zu 70 Jahre Bundesrepublik
Vor der Baracke: Das Bild wurde vor einer Baracke in Stetten a.k.M. aufgenommen, wo die Familie Tächl aus dem Sudetenland 1947 unterkam. Oben Mutter Berta Tächl. Von links: Manfred Tächl, Schwester Ingrid und Freundin Eleonore.
Teil 3 Fasnacht, Feste und Lederhosen: Volksvergnügen in den frühen Adenauer-Jahren
Man könnte denken, dass den Deutschen nach sechs Jahren Krieg und vier Jahren Besatzungszeit die Lust aufs Feiern vergangen sei. Das Gegenteil war der Fall. Die beginnenden Aufbaujahre setzten unterdrückte Lebensfreude frei, und die Menschen nutzten jede Gelegenheit, um sich gut zu unterhalten. Wie das aussah, zeigen wir in Folge 3 unserer regionalen Foto-Serie zu 70 Jahre Bundesrepublik.
Eiswagen beim Stockacher Volksfest im August 1949. Ob es hier fachkundige Italiener gab, die das Eis machten, ist unklar. Der Mann rechts trägt jedenfalls Lederhose und ist sicher kein Italiener.
Region Zwischen Ochsenkarren und Oldtimern: Wie man auf Straßen, Wegen und Äckern der Nachkriegsjahre unterwegs war
Wer im Jahr 1949 auf dem Land lebte, der bekam im Vergleich zu heute kaum ein Auto zu Gesicht. Wo es in jedem Dorf noch mehrere Bauernhöfe gab, spannte man Ochsen oder Pferde vor, wenn es etwas zu ziehen und zu transportieren gab. Wer ein Auto besaß, galt als reicher Mann. In unserer Serie zum Thema "70 Jahre Bundesrepublik" zeigen wir Bilder von SÜDKURIER-Lesern, die von Zugtieren, Autos und ihren Fahrern handeln.
So sah es 1949 aus, als die Müllabfuhr durch Bräunlingen fuhr. Auf dem Bild von Leserin Ilga Riesle zieht ein Fuhrwerk zwei Wagen. Auf dem Kutschbock sitzen Fuhrmann Anton Schreiber (rechts) und der Stadtbedienstete Kühbauch.
Geschichte Damit es wieder aufwärts geht: Handel und Handwerk in Südbaden rühren die Werbetrommel
Schattenwirtschaft, Schwarzmarkthandel und Lebesmittelkarten hatten in den vier Besatzungsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg das Überleben der Menschen gesichert. Das änderte sich mit dem Start der D-Mark im Juni 1948. Wie in Folge 5 der SÜDKURIER-Serie zu 70 Jahre Bundesrepublik gezeigt wird, waren neue Waren wieder zu kaufen. Aber wer konnte sie sich eigentlich leisten?
Bei der Herbstmesse in Stockach im Oktober 1951 besichtigen Besucher am Stand des Fachhändlers Rademacher neue Geräte. Man sieht, dass Radios Männersache waren.