Eishockey Wild Wings im Pech: Schwenninger verlieren 1:2 gegen München

Schwenningen verliert in der Deutschen Eishockey Liga gegen München mit 1:2. Nur Damien Fleury trifft für die Gastgeber.

Diesmal reichte es nicht, um den amtierenden Meister in eigener Halle zu schlagen. Hatten die Wild Wings am 28. Dezember vor ausverkauftem Haus den EHC Red Bull München noch mit 4:2 besiegt, mussten sich die Schwenninger diesmal vor 4610 Zuschauern mit 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) geschlagen geben.

Eine gute Nachricht an diesem Abend: Istvan Bartalis hatte seine Rückenverletzung überwunden und bildete mit Anthony Rech sowie Simon Danner die vierte Sturmreihe. Zwischen den Pfosten stand Dustin Strahlmeier, der sich seit Wochen in bestechender Form präsentiert. Ein starker Torhüter, das wussten alle, würde auch dringend nötig sein, um den treffsichersten Angriff der Deutschen Eishockey Liga in die Schranken zu weisen. Mit 147 Toren sind die Münchner klar die Nummer eins in der Liga.

Das Spiel war knapp vier Minuten alt, da musste sich Strahlmeier auch schon geschlagen geben. Jason Jaffray nutzte eine Überzahl-Situation zum 0:1. So schön das Tor auch herausgespielt war, so unverständlich war die Strafe, die München das Powerplay bescherte. SERC-Stürmer Simon Danner hatte sich nichts zuschulden kommen lassen, als er an seinem Gegenspieler vorbei und in Richtung Münchner Tor ziehen wollte. Er war schlicht und einfach schneller. Doch die Schiedsrichter entschieden auf Halten und verbannten Danner für zwei Minuten auf die Strafbank.

Ungeachtet des frühen Rückstandes blieben die Neckarstädter ihrer Taktik treu. Sie wollten sich nicht auf einen offenen Schlagabtausch mit den technisch versierten Gegnern einlassen, sondern setzten neben einer dicht gestaffelten Abwehr auf ihren größten Trumpf: die Schnelligkeit. Der enorme Speed auf den Kufen bescherte den Wild Wings etliche brandgefährliche Konter. Einer dieser Nadelstiche führte in Minute 19 zum Ausgleich. Nach einer schnellen Passfolge über Andrée Hult und Will Acton hatte Damien Fleury nur noch einen Verteidiger vor sich. Der französische Nationalspieler zog den Puck kurz nach rechts und hämmerte die Scheibe aus dem Handgelenk in den Winkel. Gästeschlussmann Danny aus den Birken zeige keine Reaktion. Dafür glänzte Strahlmeier im ersten Drittel mit einem tollen Reflex, als Frank Mauer (13.) allein vor ihm auftauchte.

Im zweiten Drittel dauerte es lediglich 139 Sekunden, ehe Strahlmeier zum zweiten Mal hinter sich greifen musste. Als Münchens Angreifer Michael Wolf über links nach innen zog, griff die Schwenninger Abwehr nicht energisch genug ein, und John Matsumoto schob zum 1:2 (23.) ein. Ein Treffer, der wehtat. Nun mussten die Wild Wings mehr für die Offensive tun. Das kostete zusätzliche Energie, die nach dem Kraftakt am Mittwoch in Düsseldorf nicht unerschöpflich war. Doch die Wild Wings rafften sich auf und hatten in Minute 31 die große Chance zum Ausgleich. Markus Poukkula nahm nach einer schönen Einzelaktion von Mirko Höfflin allerdings zu genau Maß und traf nur den linken Pfosten.

Im letzten Abschnitt waren die Münchner auf Torsicherung bedacht und lauerten auf Konter. Dass die Gäste diese Marschroute bis zum Ende beibehalten konnten, lag auch daran, dass der Puck in Minute 45 am Lattenkreuz ihres Tores landete und nicht im Netz. Zum zweiten Mal klebte den Wild Wings das Pech am Schläger. Als Andrée Hult drei Minuten vor Schluss die letzte große Chance vergab, war die Heimniederlage perfekt. Am Sonntag (16.30 Uhr) absolvieren Schwenninger bei Schlusslicht Straubing Tigers ihr drittes Spiel innerhalb von fünf Tagen.

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