Konstanz Philipp Rießle: Der Bruder und Heimtrainer fühlt mit und hat Lob parat

Philipp Rießle ist auch Heimtrainer von Kombinierer Fabian Rießle. Er fand, dass Platz sieben nach toller Laufleistung aller Ehren wert war. Wir sprachen mit ihm.

Eric Frenzel hat es also tatsächlich geschafft seinen Olympiasieg von 2014 in Sotschi zu wiederholen. Dazu ein überragendes Mannschaftsergebnis mit allen vier DSV-Athleten in den „Top 9“. Feierlaune über die Goldmedaille natürlich im gesamten DSV-Team – trotzdem ärgerten sich der vierfache Weltmeister von Lahti, Johannes Rydezk (SC Oberstdorf) oder auch der Schwarzwälder Fabian Rießle (SZ Breitnau) über die vertane Möglichkeit, selbst olympisches Edelmetall in den Händen zu halten.

Zu Hause, mit Frau und seinen drei Kindern, hat Fabians Bruder Philipp Rießle das Springen zu früher Morgenstunde mitverfolgt. „Dann habe ich die Kinder in den Kindergarten gebracht und anschließend den Lauf angeschaut“, sagt der Bruder des Weltklasse-Kombinierers. Natürlich, denn Philipp Rießle ist ja nicht nur Bruder, sondern auch der Heimtrainer des zweifachen Team-Weltmeisters am Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald und als solcher zuständig für die Ausdauer. An der Laufleistung hat es nicht gelegen, schließlich katapultierte sich „Little Rio“, wie Fabian von Freunden und Teamkollegen genannt wird, noch von Rang 16 auf Platz sieben nach vorne. „Das ist aller Ehren wert“, sagt Bruder-Trainer Philipp.

Bleibt die Frage, warum hat es mit dem Springen nicht geklappt, war der Wettkampf irregulär? „Nein, irregulär würde ich nicht sagen, alle Beteiligten an der Windampel haben ihr Bestes gegeben. Auffällig war nur, dass es mit Fabi, Johannes Rydzek sowie den Norwegern Graabak und Schmid einige runtergefischt hat, die auf der Schanze mehr zeigen können. Ich denke, wenn es absolut nicht gegangen wäre, hätte man abgebrochen oder schon gar nicht gestartet, wie beim Biathlon“, sucht Philipp Rießle nicht die Schuld bei anderen.

Es gibt noch zwei weitere Chancen

Zwei Chancen gibt es noch für Fabian Rießle. Zum einen im Einzel beim Gundersen-Wettkampf auf der Großschanze. „Hier muss die Sprungform passen, beim Laufen gibt es ja keine Probleme“, weiß Philipp genau, auf was es ankommt. Das große Augenmerk liegt auf dem Teamwettkampf. Hier traut er dem DSV-Team auf jeden Fall eine Medaille zu, „auch wenn es im Kampf um Gold gegen die sprungstarken Norweger eng werden könnte“.

Aufrichten muss Philipp Rießle seinen Bruder für die weiteren Entscheidungen nicht, zumal die Eltern Alfred und Barbara Rießle mit vor Ort in Pyeongchang sind.

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